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	<title>Gedenkdienst bei der Casa Stefan Zweig</title>
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		<title>Gedenkdienst bei der Casa Stefan Zweig</title>
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		<title>Endbericht  über den Gedenkdienst bei der CASA STEFAN ZWEIG</title>
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		<pubDate>Tue, 03 Feb 2009 12:33:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>joergtrettler</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[ 
 
 
 
 
 
 
Endbericht
 



über den Gedenkdienst bei der CASA STEFAN ZWEIG
 


von Hans-Jörg Trettler
 
 
Dankesworte
Zu Beginn möchte ich mich bei meinen Eltern Hans und Ilse Trettler bedanken. Dafür, dass sie mich in meinem Leben in allen Vorhaben bedingungslos unterstützt haben und dass sie meinen Gedenkdienst in Brasilien durch ihre [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=gedenkdienstinbrasilien.wordpress.com&blog=2296979&post=125&subd=gedenkdienstinbrasilien&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p align="center"><strong> </strong></p>
<p align="center"><strong> </strong></p>
<p align="center"><strong> </strong></p>
<p align="center"><strong> </strong></p>
<p align="center"><strong> </strong></p>
<p align="center"><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p align="center"><strong>Endbericht</strong></p>
<p align="center"><strong> </strong></p>
<p align="center">
<p align="center">
<p align="center">
<p align="center">über den Gedenkdienst bei der CASA STEFAN ZWEIG</p>
<p align="center"><strong> </strong></p>
<p align="center">
<p align="center">
<p align="center">von<strong> Hans-Jörg Trettler</strong></p>
<p align="center"><strong><em> </em></strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<h1><a name="_Toc221252185"><strong><span id="more-125"></span>Dankesworte</strong></a></h1>
<p>Zu Beginn möchte ich mich bei meinen Eltern Hans und Ilse Trettler bedanken. Dafür, dass sie mich in meinem Leben in allen Vorhaben bedingungslos unterstützt haben und dass sie meinen Gedenkdienst in Brasilien durch ihre finanzielle Unterstützung ermöglicht haben. Als nächstes möchte ich meine Dankbarkeit gegenüber dem Gründer des Gedenkdienstes, Leiter und Vorsitzenden des Österreichischen Auslandsdienstes Dr. Andreas Maislinger zum Ausdruck bringen, der die Idee eines Gedenkdienstes bei der Casa Stefan Zweig in Brasilien hatte und mich dazu angeregt hat, diese Gedenkdienststelle aufzubauen. Ein weiteres Anliegen ist mir die Danksagung an die Mitarbeiter der CSZ, mit denen ich das Glück hatte, zusammenarbeiten zu können. Darunter möchte ich meinen Dank besonders an den Präsidenten der CSZ Alberto Dines richten, der mein direkter Ansprechspartner beim Aufbau der Gedenkdienststelle war, während meines Gedenkdienstes ständiger Kritiker, Kommentator und Förderer meiner Arbeit und Vorschläge war und der mir einen Großteil meiner Arbeitsaufträge zukommen ließ. Außerdem danke ich  Kristina Michahelles, die mich in die Welt der (literarischen) Übersetzungen einführte und mir mit ihren Kontakten die Möglichkeit eröffnete, den Exilanten Alexandre Altberg zu interviewen und bei meiner Studienreise nach Rolândia beim Deutschen Honorarkonsul in Arapongas untergebracht zu werden. Weiters danke ich Fábio Koifman, der mich mit viel Humor in die Arbeit im Nationalarchiv einschulte. Zudem bin ich Beatriz Cepelowicz Lessa sehr dankbar, die mir in allen bürokratischen Angelegenheiten zur Seite stand. Dankend erwähnen möchte ich an dieser Stelle auch den Generalkonsul Reinhold Johannes Steinberger, der das Projekt CSZ und den Aufbau der Gedenkdienststelle von Anfang an unterstütz hat. Meine brasilianische Freundin Silvana Marcelina dos Santos, die mir geholfen hat, mich in Rio de Janeiro zurechtzufinden und einzuleben, möchte ich hier ebenfall nicht unerwähnt lassen. Nicht zuletzt danke ich auch David Gorodovits, dem Leiter des Zentrums für jüdische Geschichte und Kultur (Centro de História e Cultura Judaica &#8211; CHCJ), der mir großzügigerweise einen Arbeitsplatz in seinem eigenen Büro in der Associação Religiosa Israelita (ARI) zur Verfügung stellte.</p>
<p><strong>Inhaltsverzeichnis </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><a href="#_Toc221252185"><strong>Dankesworte</strong><br />
</a></p>
<p><a href="#_Toc221252186"><strong>1.Vorbereitung</strong><br />
</a></p>
<p><a href="#_Toc221252187">1.1. Antrag der Gedenkdienst-Stelle CSZ<br />
</a></p>
<p><a href="#_Toc221252188">1.2. AHMA &#8211; Verleihung an Alberto Dines<br />
</a></p>
<p><a href="#_Toc221252189">1.3. Verfassen der Stellenbeschreibung der CSZ<br />
</a></p>
<p><a href="#_Toc221252190">1.4. Korrespondenz mit Alberto Dines und erste Aufgaben<br />
</a></p>
<p><a href="#_Toc221252191">1.5. Lektüre des Buches „Tod im Paradies. Die Tragödie des Stefan Zweig&#8220;<br />
</a></p>
<p><a href="#_Toc221252192"><strong>2. CASA STEFAN ZWEIG</strong><br />
</a></p>
<p><a href="#_Toc221252193">2.1. Vorstellung<br />
</a></p>
<p><a href="#_Toc221252194">2.2. Geschichte<br />
</a></p>
<p><a href="#_Toc221252195">2.3. Gründung des Vereins der Freunde der CSZ<br />
</a></p>
<p><a href="#_Toc221252196">2.4. Aktueller Stand des Projekts<br />
</a></p>
<p><a href="#_Toc221252197">2.5. Das Team der CSZ<br />
</a></p>
<p><a href="#_Toc221252198"><strong>3. Gedenkdienst</strong><br />
</a></p>
<p><a href="#_Toc221252199">3.1. Arbeitsumgebung<br />
</a></p>
<p><a href="#_Toc221252200">3.2. Haupttätigkeiten<br />
</a></p>
<p><a href="#_Toc221252201">3.3. Detaillierte Beschreibung der Tätigkeiten<br />
</a></p>
<p><a href="#_Toc221252202">3.3.1. Übersetzungsarbeiten<br />
</a></p>
<p><a href="#_Toc221252203">3.3.1.1. Website der Casa Stefan Zweig<br />
</a></p>
<p><a href="#_Toc221252204">3.3.1.2. Sonstige Übersetzungen<br />
</a></p>
<p><a href="#_Toc221252205">3.3.2. Forschung über Exilanten und Exilantinnen in Brasilien<br />
</a></p>
<p><a href="#_Toc221252206">3.3.3. Forschung im Nationalarchiv<br />
</a></p>
<p><a href="#_Toc221252207">3.3.4. Interviews mit Exilanten und Exilantinnen<br />
</a></p>
<p><a href="#_Toc221252208">3.3.4.1. Besuch bei Alexandre Altberg<br />
</a></p>
<p><a href="#_Toc221252209">3.3.4.2. Interview mit Eva Lieblich<br />
</a></p>
<p><a href="#_Toc221252210">3.3.4.3. Forschungsreise nach Rolândia<br />
</a></p>
<p><a href="#_Toc221252211">3.3.5. Initiierung einer internationalen Stefan Zweig Schulpartnerschaft<br />
</a></p>
<p><a href="#_Toc221252212">3.3.6. Vernetzung mit nationalen und internationalen Institutionen, die ähnlichen Ziele haben wie die CSZ<br />
</a></p>
<p><a href="#_Toc221252213">3.3.7. Verfassen eines Forschungsprojektes über Exilanten und Exilantinnen in Brasilien<br />
</a></p>
<p><a href="#_Toc221252214"><strong>4. Sonstiges</strong><br />
</a></p>
<p><a href="#_Toc221252215">4.1. Gedenkdienst-Engagement<br />
</a></p>
<p><a href="#_Toc221252216">4.2. Bewertung des Gedenkdienstes<br />
</a></p>
<p><a href="#_Toc221252217">4.3. Finanzierung<br />
</a></p>
<p><a href="#_Toc221252218">4.4. Kontaktangaben<br />
</a></p>
<h1><a name="_Toc221252186"><strong>1.</strong></a><strong>Vorbereitung</strong><strong> </strong></h1>
<h2><a name="_Toc221252187">1.1. Antrag der Gedenkdienst-Stelle CSZ</a></h2>
<p>Meine spezifische Vorbereitung auf den Gedenkdienst bei der CSZ begann im Sommer 2007. Ich wurde von Dr. Andreas Maislinger angeregt, Kontakt mit dem brasilianischen Journalisten Alberto Dines aufzunehmen, der in Petrópolis ein interessantes Projekt plante, an dem sich der Österreichische Auslandsdienst mittels Gedenkdienern beteiligen könnte. Ich rief Alberto Dines in São Paulo an und erklärte ihm das Wesen des Österreichischen Auslandsdienstes und insbesondere des Gedenkdienstes und er zeigte sich von der Idee eines Gedenkdienstes an der CSZ begeistert. Daraufhin habe ich damit begonnen, die Beantragung der Gedenkdienst-Stelle beim BMI vorzubereiten. Für den dafür nötigen Antrag musste ich zunächst eine Menge portugiesischer Texte übersetzen, da Informationen über die CSZ  nicht in Deutsch verfügbar waren. Außerdem musste ich die Arbeitsbereiche der zukünftigen Gedenkdiener mit Alberto Dines klären, das Einladungsschreiben der CSZ verfassen, die Statuten der CSZ aus dem Portugiesischen ins Deutsche übersetzen, den österreichischen Botschafter in Brasilien um eine Unterstützungserklärung des Vorhabens bitten, usw. Im Zuge dieser Tätigkeiten lernte ich das Projekt CSZ in allen Details kennen und konnte mich so auch in die zukünftige Arbeit als Gedenkdiener hineinversetzen. Der Antrag auf Anerkennung von zwei Dienstplätzen im Rahmen des Gedenkdienstvorhabens &#8222;Gesellschaft Casa Stefan Zweig&#8220; wurde mit Bescheid des Bundesministeriums für Inneres vom 29. November 2007 (GZ.: BMI-ZD1320/0047-III/7/2007) angenommen.</p>
<h2><a name="_Toc221252188">1.2. AHMA &#8211; Verleihung an Alberto Dines</a></h2>
<p>Ein weiteres Ereignis, das bereits vor meinem Dienstantritt zu einer intensiven Auseinandersetzung mit der CSZ führte, war die Verleihung des Austrian Holocaust Memorial Awards (AHMA) an Alberto Dines. Anlässlich der feierlichen Übergabe der Urkunde am 24. Oktober 2007 im Österreichischen Generalkonsulat in Rio de Janeiro durch Generalkonsul Johannes Steinberger habe ich Presseaussendungen verfasst und einen Artikel der APA mit Interview mit Alberto Dines arrangiert.</p>
<p>(Siehe: <a href="http://www.auslandsdienst.at/press/archive/2007/ikg_interview.htm">http://www.auslandsdienst.at/press/archive/2007/ikg_interview.htm</a>)</p>
<p>Die Gelegenheit der AHMA &#8211; Verleihung wurde auch von österreichischen Politikern wahrgenommen um mit Grußworten und Glückwunschschreiben auf die Bedeutung der Arbeit von Dines hinzuweisen. Unter den Gratulanten finden sich der ehem. Bundeskanzler der Republik Österreich Dr. Alfred Gusenbauer, die ehem. Bundesministerin für europäische und internationale Angelegenheiten Dr. Ursula Plassnik, die Landeshauptfrau von Salzburg Gabi Burgstaller, der Landeshauptmann-Stellvertreter von Salzburg  Dr. Wilfried Haslauer, der Bürgermeister von Salzburg Dr. Heinz Schaden und der Präsident der Internationalen Stefan Zweig-Gesellschaft, Dr. Hildemar Holl.</p>
<p>Gleichzeitig habe ich auf Basis einer Recherche über Alberto Dines einen ausführlichen Eintrag auf Wikipedia verfasst. (Siehe: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Alberto_Dines">http://de.wikipedia.org/wiki/Alberto_Dines</a>)</p>
<h2><a name="_Toc221252189">1.3. Verfassen der Stellenbeschreibung der<br />
</a></h2>
<h2><a name="_Toc221252189"> CSZ</a></h2>
<p>Parallel zur Beantragung der Gedenkdienst-Stelle CSZ beim BMI habe ich die Stellenbeschreibung für die Homepage des Österreichischen Auslandsdienstes verfasst. (Siehe: <a href="http://www.gedenkdienst.org/deutsch/stellen/stelle34.php4">http://www.gedenkdienst.org/deutsch/stellen/stelle34.php4</a>)</p>
<h2><a name="_Toc221252190">1.4. Korrespondenz mit Alberto Dines und</a></h2>
<h2><a name="_Toc221252190"> erste Aufgaben</a></h2>
<p>Seit meinem ersten Kontakt mit Alberto Dines im August 2007 führen wir eine rege Email-Korrespondenz. Darin wurden anfänglich für den Antrag beim BMI notwendige Informationen ausgetauscht. Bald bekam ich von Alberto Dines allerdings auch konkrete Aufgaben. Darunter die, mit der Direktorin der Stefan Zweig Schule in Endingen (Deutschland) in Kontakt zu treten. Weiters, einen Artikel der Presse vom 11. August 1959 zu suchen, bei dem es sich um eine Kritik der Aufführung einer Oper von Richard Strauss handelt, die das Libretto &#8222;Die Schweigsame Frau&#8220; von Stefan Zweig enthält. Ich habe diesen Artikel in der Österreichischen Nationalbibliothek auf Mikrofilm gefunden und eine Kopie anfertigen lassen.</p>
<h2><a name="_Toc221252191">1.5. Lektüre des Buches „Tod im Paradies.</a></h2>
<h2><a name="_Toc221252191"> Die Tragödie des Stefan Zweig&#8220;</a></h2>
<p>Zur spezifischen inhaltlichen Vorbereitung auf meinen Gedenkdienst habe ich das Buch von Alberto Dines „Tod im Paradies. Die Tragödie des Stefan Zweig&#8220; herangezogen. Durch die Lektüre dieses Buches konnte ich mir ein umfangreiches Wissen über die Bedingungen und historischen Hintergründe von Zweigs Exil in Brasilien und die Zeit bis zu seinem Suizid im Februar 1942 in Petrópolis aneignen.</p>
<p><strong> </strong></p>
<h1><a name="_Toc221252192"><strong>2. CASA STEFAN ZWEIG</strong></a><strong></strong></h1>
<h3><a name="_Toc221252193">2.1. Vorstellung</a></h3>
<p>Die CASA STEFAN ZWEIG ist eine brasilianische privatrechtliche gemeinnützige Organisation, die unter dem Vorsitz des Journalisten und Zweig-Biografen Alberto Dines gegründet wurde, um im letzten Wohnhaus des Schriftstellers Stefan Zweig und seiner Frau Charlotte Zweig (geb. Altmann) in Petrópolis, im Bundesstaat Rio de Janeiro, eine Erinnerungsstätte an das Leben und das Werk Stefan Zweigs einzurichten und als Gedenkstätte und Dokumentations- und Forschungszentrum für und über alle Exilanten und Exilantinnen, die in der Zeit des nationalsozialistischen Regimes (Schwerpunkt: 1933-1945) nach Brasilien flüchteten, zu fungieren. Die sogen. „Gedenkstätte des Exils&#8220; soll insbesondere an jene Künstler und Künstlerinnen, Intellektuellen, Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen und andere Exilanten und Exilantinnen erinnern, die ihren Beitrag zur Entwicklung der brasilianischen Kunst, Kultur und Wissenschaft leisteten. Seit März 2008 stehen der Öffentlichkeit auf der Website <a href="http://www.casastefanzweig.org.br/">www</a><a href="http://www.casastefanzweig.org.br/">.</a><a href="http://www.casastefanzweig.org.br/">casastefanzweig</a><a href="http://www.casastefanzweig.org.br/">.</a><a href="http://www.casastefanzweig.org.br/">org</a><a href="http://www.casastefanzweig.org.br/">.</a><a href="http://www.casastefanzweig.org.br/">br</a></p>
<p>Informationen in zwei Sprachen (Deutsch/Portugiesisch) zur Verfügung.</p>
<h3><a name="_Toc221252194">2.2. Geschichte</a></h3>
<p>Die  Geschichte der Gründungsinitiative des „Haus-Museums&#8220; Casa Stefan Zweig begann einige Tage nach jenem tragischen Ereignis im Feber 1942, als der Todespakt zwischen Stefan und Lotte Zweig in die Tat umgesetzt worden war, indem der Schriftsteller und Journalist Raul Azevedo über die Presse vorschlug, das Haus, in dem der Schriftsteller in Petrópolis lebte und starb, in ein Museum zu verwandeln.</p>
<p>Am ersten Jahrestag des Todes im Februar 1943, übermittelten Zweigs Erben der brasilianischen Regierung ein Dankesschreiben für die letzten Ehrungen, die dem Autor von „Brasilien &#8211; Ein Land der Zukunft&#8220; zuteil wurden und kündigten dem „Museum&#8220; in Petrópolis die Überlassung des Nachlasses aus Zweigs Wohnhaus in Bath (England) an &#8211; Dokumente, Bücher, Briefe und persönliche Gegenstände. Jedoch kam diese Spendenaktion nie zustande, da Brasilien gegen die Achsenmächte in den Krieg eintrat und die Regierung dadurch die Chance verpasste, ein Museum in dem letzten Wohnhaus des Schriftstellers einzurichten, das zu dem Zeitpunkt noch unverändert war.<em></em></p>
<p>Nach Ende des Zweiten Weltkriegs waren Zweigs Werke zwar noch immer in Brasilien Verkaufsschlager, aber nichts geschah in Bezug auf das geplante Museum. Das Haus wechselte verschiedene Eigentümer und wurde schließlich vom brasilianischen Denkmalschutzamt (IPHAN) Anfang der 80er Jahre aufgrund  seiner geschichtlichen Bedeutung unter Denkmalschutz gestellt. Das verhinderte jedoch auch nicht, dass in den Innenräumen und an der Fassade große Veränderungen vorgenommen wurden.</p>
<p>Europäische und vor allem deutschsprachige Touristen kamen bis ins Viertel Duas Pontes (heutiges Valparaíso), begutachteten die Bronzestatue von Stefan Zweig, die fast immer vom Efeu bedeckt ist und gingen in den Friedhof, wo das Ehepaar begraben ist und beendeten so das Treffen mit dem Schriftsteller.</p>
<h3><a name="_Toc221252195">2.3. Gründung des Vereins der Freunde der CSZ</a></h3>
<p>Mehr als ein halbes Jahrhundert später, begann die Idee der Gründung eines Haus-Museums umgesetzt zu werden: das Haus, in dem Stefan Zweig die letzten acht Monate seines Lebens verbrachte, wo er vor dem Krieg in Europa und dem Nazismus Zuflucht suchte, wurde vom Verein der Freunde der CASA STEFAN ZWEIG gekauft. Das war der erste Schritt zur Konkretisierung des Projekts der offiziellen Gründung der CASA STEFAN ZWEIG (CSZ), des Museums, das ihm Brasilien schuldete. Der Verein der Freunde der CSZ, eine private, nicht auf Gewinn gerichtete Institution, wurde im Mai 2006 durch die Versammlung einiger Personen &#8211; angeführt von Alberto Dines -, die beschlossen hatten, sich um die Verwirklichung dieses Projektes zu kümmern, gegründet.</p>
<p>Die Zeremonie, die den Beginn des Vereins CSZ darstellte, fand im Österreichischen Generalkonsulat von Rio de Janeiro mit Unterstützung des Generalkonsuls Reinhold Steinberger statt.</p>
<p>Über den deutschen Generalkonsul, Stephan Krier, wurde der Gründungsgruppe der CSZ der Kontakt zum Bürgermeister von Petrópolis, Rubens Bomtempo, vermittelt und durch ihn gewann das Projekt die offizielle Unterstützung dieser Stadt. Im Oktober 2006 wurde zwischen der CSZ und dem Gemeinderat von Petrópolis ein Abkommen unterzeichnet, das eine finanzielle Zuwendung beinhaltet.</p>
<p>Der zweite große Schritt zur Verwirklichung des Projekts CSZ war der Entwurf eines architektonischen Projekts für die Wiederinstandsetzung des Gebäudes und die Umwandlung in ein „Haus-Museum&#8220;. Ziel war es, das Haus in der schlichten und würdigen Bauweise von 1942 wieder herzustellen und es als Gedenkstätte des Lebens und des Werkes von Stefan Zweig auszubauen. Es wurde vorgesehen, dass zwei Gebäudeteile  an die Originalkonstruktion angebaut werden.<em> </em>Im ersten, etwas unterhalb des Hauses gelegenen, wird die Mediathek, die Bibliothek und der Studienraum untergebracht. Der zweite, oberhalb des Hauses, soll aus verschiedenen Forschungsräumen, dem Auditorium und einem multifunktionellen Raum bestehen (siehe Entwurf). Gartenterrassen und Wintergärten werden die drei Baulichkeiten verbinden. Die Besucher können Treppen benutzen. Für Gäste mit Bewegungsschwierigkeiten wird ein Aufzug zur Verfügung stehen. Die vom Architektenbüro Miguel Pinto Guimarães Arquitetos Associados entworfenen Pläne für den Umbau wurden bereits von den zuständigen Organen für Denkmalschutz (Instituto do Patrimônio Histórico, Artístico e Cultural Nacional und Instituto Estadual do Patrimônio Cultural) und dem Bauwesen der Stadt Petrópolis genehmigt. Im Moment werden die eingeholten Kostenvoranschläge für das Bauprojekt von den Mitarbeitern der CSZ geprüft.</p>
<h3><a name="_Toc221252196">2.4. Aktueller Stand des Projekts</a></h3>
<p>Der letzte noch zu bewältigende Schritt bevor mit dem Bauprojekt begonnen werden kann, ist allerdings die Anerkennung der CSZ nach der Lei Rouanet, d. i. das Steuerbefreiungsgesetz für Kulturinvestitionen (Lei de Incentivo a Cultura oder Lei Rouanet) des brasilianischen Kultusministeriums. Gegenwärtig befindet sich die CASA STEFAN ZWEIG in der Anfangsphase des Anerkennungsverfahrens nach diesem Gesetz. Bei kulturellen Projekten, die vom Kultusministerium in entsprechender Weise anerkannt wurden, können Firmen und Unternehmen einen Grossteil der von ihnen zur Verfügung gestellten Mittel von der Steuer abschreiben. Der Bau und die Umsetzung des Projektes wird in der Hauptsache mit Mitteln finanziert werden, die erst nach der Anerkennung nach der Lei Rouanet von Sponsoren zur Verfügung gestellt werden.</p>
<h3><a name="_Toc221252197">2.5. Das Team der CSZ</a></h3>
<p>Im Folgenden eine kurze Vorstellung der Mitarbeiter der CSZ:</p>
<p><strong>Alberto Dines</strong> (Präsident der CSZ): Journalist, Ehrenprofessor der Journalismusschule der Universität Columbia, ehemaliger Redaktionsleiter von Tageszeitungen und Nachrichtenmagazinen in Rio de Janeiro, São Paulo und Lissabon, Schriftsteller, Autor der Zweig-Biografie „Tod im Paradies. Die Tragödie des Stefan Zweig&#8220;.</p>
<p><strong>Beatriz Cepelowicz Lessa</strong> (Geschäftsführerin der CSZ): Master in Volkswirtschaft (UFRJ) und Promotion in Geschichte der Literaturwissenschaften PUC-RJ. War Professorin an der Universidade Federal Fluminense, Geschichtswissenschaftlerin bei der Behörde für Denkmalschutz.</p>
<p><strong>Kristina Michahelles</strong> (Website CSZ): Journalistin und literarische Übersetzerin (u.a., Brasilien, ein Land der Zukunft, Fouché und Magellan von Stefan Zweig, ehemalige Auslandskorrespondentin in Berlin während der deutschen Vereinigung.</p>
<p><strong>Fábio Koifman</strong> (Forschung Gedenkstätte des Exils): Studium der Geschichte und Promotion an der Universidade Federal do Rio de Janeiro. Professor und Forscher für Geschichte an der Universidade Estácio de Sá. Autor des Buches „Quixote na Trevas: O Embaixador Souza Dantas e os refugiados do nazismo&#8220; (Quijote im Dunkeln: Der Botschafter Souza Dantas und die Flüchtlinge des Nationalsozialismus).</p>
<p><strong>José Pio Borges</strong> (Vize-Präsident der CSZ): Ingenieur und Volkswirt, ehemaliger Vorstand der brasilianischen Entwicklungsbank BNDES, ehemaliges Vorstandsmitglied der Banco Liberal, Mitglied des Beirates der Firmen Petrobras, Aracruz Celulose, Telemar, Eletrobrás, Rede Ferroviária Federal, Vorsitzender des Beirates der Freunde des Historischen Museums in Rio, Vorstandsmitglied der Israelitischen Gesellschaft ORT, stellvertretender Vorsitzender des Vereins der Freunde der Stiftung Eva Klabin.</p>
<p><strong>Tobias Cepelowicz</strong> (Sekretär der CSZ): Ingenieur, Direktor der Firma Petroserv (1972 gegründet).</p>
<p><strong>Israel Beloch</strong> (Rechnungsprüfer der CSZ): Ingenieur, Master in Geschichte, tätig im Bereich der Kulturproduktion und im Verlagswesen. Leitet die Firma Memória Brasil.</p>
<p><strong>Renato Bromfman</strong> (Vize-Rechnungsprüfer der CSZ): Studium der Architektur, Master in Betriebswirtschaft (IMEDE), tätig im Finanzwesen, war Vorstandmitglied von Credibanco und Banco Pactual bis zur Gründung der eigenen Firma, Sagitta Serviços Ltda. Mitglied des Vereines der Freunde des alten Königspalastes in Rio und des Museums für Moderne Kunst.</p>
<p>Weitere Mitarbeiter: André Vallias (Webdesign), Nelci Frangipani, Clara Sverner (Vize-Sekretärin), Nancy Hartstein.</p>
<p><strong> </strong></p>
<h1><a name="_Toc221252198"><strong>3. Gedenkdienst</strong></a><strong></strong></h1>
<h2><a name="_Toc221252199">3.1. Arbeitsumgebung</a></h2>
<p>Da das Gebäude in Petrópolis, in dem die CSZ eingerichtet wird, vom Verein CSZ nicht als Büro bzw. Versammlungsort verwendet wird, da die Mitarbeiter dezentral am jeweiligen eigenen Arbeitsplatz an den Agenden der CSZ arbeiten und die regelmäßigen Arbeitstreffen in Rio de Janeiro stattfinden, wurde mein Arbeitsplatz ebenfalls in Rio de Janeiro eingerichtet. Der Direktor des CHCJ, David Gorodovitz hat in seinem eigenen Büro in der ARI großzügigerweise einen Arbeitsplatz zur Verfügung gestellt, an dem ich meine Aufgaben für die CSZ erledigen konnte. Die CSZ hat mir einen Laptop und Internetanschluss zur Verfügung gestellt, was die Grundausstattung für meine Tätigkeiten darstellte. Die meiste Zeit meines 12-monatigen Gedenkdienstes verbrachte ich an diesem Arbeitsplatz.</p>
<p>Mein zweiter „Arbeitsplatz&#8220; war das Nationalarchiv (Arquivo Nacional) im Zentrum von Rio de Janeiro, wo ich zusammen mit Fábio Koifman nach Informationen über Exilanten und Exilantinnen suchte und jedes einzelne gefundene Dokumente mit einer Digitalkamera für das Archiv der CSZ fotografierte.</p>
<p>Die Arbeitsauslastung entsprach mindestens 40 Stunden pro Woche, wobei ich im Nationalarchiv in der Regel von 9 bis 17 Uhr arbeitete und im CHCJ von 10 bis 18 Uhr.</p>
<h2><a name="_Toc221252200">3.2. Haupttätigkeiten</a></h2>
<p>Die Arbeit im Rahmen meines Gedenkdienstes an der CSZ lässt sich in 8 Hauptbereiche einteilen:</p>
<ol type="1">
<li>Übersetzungsarbeiten</li>
<li>Forschung über      Exilanten und Exilantinnen in Brasilien</li>
<li>Forschung im      Nationalarchiv</li>
<li>Interviews mit      Zeitzeugen</li>
<li>Vernetzung mit      nationalen und internationalen Institutionen, die ähnliche Ziele haben wie      die CSZ</li>
<li>Initiierung einer      internationalen Stefan Zweig Schulpartnerschaft</li>
<li>Verfassen eines      Forschungsprojektes</li>
</ol>
<h2><a name="_Toc221252201">3.3. Detaillierte Beschreibung der</a></h2>
<h2><a name="_Toc221252201"> Tätigkeiten</a></h2>
<h2><a name="_Toc221252202">3.3.1. Übersetzungsarbeiten</a></h2>
<h3><a name="_Toc221252203">3.3.1.1. Website der Casa Stefan Zweig</a></h3>
<p>Die CSZ bietet der Öffentlichkeit seit 1. März 2008 auf ihrer Website <a href="http://www.casastefanzweig.org/">www.casastefanzweig.org</a> sowohl in Deutsch als auch in Portugiesisch Informationen über den Verein Casa Stefan Zweig, über Stefan Zweig und sein Werk, über Exilanten und Exilantinnen in Brasilien sowie ein Portal mit aktuellem aus aller Welt mit Bezug zur Stefan Zweig-Forschung und eine Sammlung von links. Hauptverantwortliche für die Inhalte dieser Website ist die Journalistin und literarische Übersetzerin Kristina Michahelles.</p>
<p>Ich habe unter der Leitung von Kristina Michahelles Texte der Website überarbeitet, aktualisiert und neue Inhalte ergänzt. Viele nur in Portugiesisch bestehende Inhalte mussten ins Deutsche übersetzt werden und die schon existierenden deutschen Texte erforderten eine Korrektur und Überarbeitung.</p>
<p>Es wird beabsichtigt, eine dynamische, informative und aktuelle Website zu gestalten, die die Leser auch zur Mitgestaltung einlädt. Daher gab es ständig Arbeit an ihr. Mein Beitrag war weiters die Recherche nach relevanten Ausstellungen und Publikationen über Stefan Zweig weltweit, das Verfassung von Kurzbiographien von Exilanten und Exilantinnen, Berichten über Interviews mit Zeitzeugen und den Fortschritt der Forschung.</p>
<h3><a name="_Toc221252204">3.3.1.2. Sonstige Übersetzungen</a></h3>
<p>Außerdem habe ich regelmäßig Texte aus dem Portugiesischen für offizielle Aussendungen der CSZ ins Deutsche übersetzt, wie z.B. den Tätigkeitsbericht der CSZ 2008, der an österreichische und deutsche Institutionen, Politiker und diplomatische Vertreter sowie an sonstige Unterstützer des Projekts verschickt wurde.</p>
<h2><a name="_Toc221252205">3.3.2. Forschung über Exilanten und </a></h2>
<h2><a name="_Toc221252205">Exilantinnen in Brasilien</a></h2>
<p>Die Einrichtung einer Gedenkstätte des Exils innerhalb der CSZ ist einer der Grundpfeiler des Projekts und wird in den Gründungsstatuten des Vereins der Freunde der CSZ ausdrücklich genannt. Die Gedenkstätte des Exils soll eine Exilbibliothek, ein digitales Archiv mit biographischen Informationen und Dokumenten und eine Sammlung von Zeitzeugeninterviews umfassen. Der Bestand soll schließlich von ca. 350 (der 16.000-20.000 nach Brasilien geflüchteten Personen) das gesamte in Brasilien verfügbare Material enthalten und nach der Eröffnung der CSZ Besuchern und der akademischen und journalistischen Forschung zugänglich sein und auch als Basis und Informationsquelle für Ausstellungen und Publikationen, die direkt von der CSZ oder von anderen brasilianischen oder ausländischen Institutionen organisiert werden, zur Verfügung stehen.</p>
<p>Die biographischen Dossiers sollen anhand offizieller Dokumente aus den brasilianischen öffentlichen Archiven, privater Dokumente, sowie anhand von Interviews (mündlich und/oder schriftlich) von Zeitzeugen und Schülern der Biografierten erstellt werden. Ihr Lebenslauf vor der Ankunft in Brasilien, der Aufenthalt im Land und die Zeit nach dem Ende des 2. Weltkrieges sind ebenfalls Gegenstand der Untersuchung. Die Aufnahme und Reaktion in Brasilien des Werkes jedes und jeder Einzelnen der Biografierten soll ebenfalls besondere Aufmerksamkeit finden. Dafür sollen in Brasilien oder im Ausland veröffentlichte Bücher, Schriften und Memoiren gekauft oder reproduziert werden. Außerdem werden gesammelt: persönliche Dokumente, Fotos, Briefe, Objekte, Partituren, musikalische Aufnahmen, in Zeitungen veröffentlichte Artikel, Reproduktionen von Gemälden, Bildern und weiteres Material über das intellektuelle, technische, wissenschaftliche und künstlerische Schaffen der Exilanten und Exilantinnen oder anderer Autoren und Autorinnen unter nachweislichem Einfluss derselben, etc.</p>
<p>Um dieses Ziel zu erreichen wurde von der CSZ der anerkannte Historiker und Spezialist Prof. Dr. Fábio Koifman angestellt, der bereits auf zahlreiche einschlägige Publikationen zu diesem Thema verweisen konnte und nun die Forschung für die CSZ leitet. Ich habe die Aufgabe bekommen, an der Forschung und Gründung des Bestandes der Gedenkstätte unter der Leitung von Koifman zu arbeiten.</p>
<p>Die Arbeit bestand darin, diesen Bestand basierend auf einer detaillierten Recherche privater und beruflicher Daten der Exilanten und Exilantinnen zu schaffen und unter Einsatz der dafür notwendigen technischen Mittel entsprechend zu organisieren. Um das Privatleben und das Werk der Exilanten und Exilantinnen im Detail darzustellen, wurden individuelle Dossiers erstellt. Dabei wurden nicht nur Personen, die heute in Vergessenheit geraten sind, identifiziert, sondern auch der Nachlass von bekannten Exilanten und Exilantinnen und deren Verbindung mit der lokalen Kultur aufgenommen und die Auswirkungen ihres Schaffens auf die brasilianische Kultur erfasst.</p>
<h2><a name="_Toc221252206">3.3.3. Forschung im Nationalarchiv</a></h2>
<p>Das brasilianische Justizministerium erstellte über jeden Ausländer, der zwischen 1933 und 1945 nach Brasilien kam, eine Akte mit detaillierten persönlichen Informationen. Da die Dauer des Aufenthaltes der Exilanten und Exilantinnen meist durch die Gültigkeit von temporären Visa beschränkt war, sahen sich fast alle Exilanten und Exilantinnen gezwungen, die Umänderung ihres Status bezüglich der Qualifikation „temporär&#8220; in „permanent&#8220; zu beantragen, um ihre Aufenthaltssituation im Land zu legalisieren. Ein weiterer Grund dafür war, dass Ausländern ohne permanentes Visum („temporários&#8220;) nicht erlaubt war, in Brasilien zu arbeiten. Zwischen 1937 und 1945 herrschte in Brasilien eine diktatorische Regierung geführt von Getúlio Vargas. Das Regime führte einen streng organisierten bürokratischen Staatsapparat, welcher rigoros die Einreise und den Aufenthalt von Ausländern kontrollierte und sie auch nicht selten beobachten ließ. Um ein Visum für die Einreise zu erhalten, war eine Reihe von Dokumenten, Attesten und Bestätigungen erforderlich. Nach der Einreise in Brasilien mussten die Exilanten und Exilantinnen, die vorhatten, in Brasilien zu bleiben oder die brasilianische Staatsbürgerschaft zu erlangen, eine weitere Anzahl von Dokumenten über ihre Person und ihre berufliche Laufbahn vorweisen, und zusätzlich die ihrer Partner in Brasilien. Diese Dokumentation erzählt heutzutage viel über jeden einzelnen der Exilanten und Exilantinnen und befindet sich im Nationalarchiv in Rio de Janeiro archiviert. Rio de Janeiro war während fast vier Jahrhunderten das politische und administrative Zentrum von Brasilien. In der ehemaligen Hauptstadt (bis 1960) befinden sich daher heute Institutionen wie das Nationalarchiv mit Dokumenten von großer geschichtlicher und kultureller Bedeutung, die mit dem Thema der Immigration in  Beziehung stehen.</p>
<p>Die Forschungstätigkeit besteht in der Suche nach Verfahren, der Lokalisierung der Akten und der Reproduktion der gesamten Dokumentation auf digitalen Medien (fotographisch).</p>
<p>Die Arbeit im Nationalarchiv wurde mit folgender Arbeitsteilung durchgeführt: Koifman hat in den Registern und Katalogen die Verfahren betreffend Exilanten und Exilantinnen gesucht und mir die Referenznummern weitergegeben. Damit konnte ich die Akten lokalisieren und in der Folge den Inhalt der gesamten Dokumentation, der auch Bilder, Reproduktionen von Zeitungsausschnitten, persönliche Dokumente usw. enthielt, auf digitalen Medien (fotographisch) reproduzieren. Die Informationen und das zusammengetragene Material habe ich anschließend geordnet und auf elektronischen Datenträgern gesichert.</p>
<p>Die Arbeit im Nationalarchiv orientiert sich nach einer Liste mit den Namen von bereits identifizierten Exilanten und Exilantinnen. Diese Liste enthält im Moment 155 Namen. Davon habe ich bereits 62 entsprechende Akten im Nationalarchiv lokalisiert und digital reproduziert. Darunter finden sich auch die Akten von folgenden österreichischen Exilanten und Exilantinnen: Otto Maria Carpeaux (Karpfen) (Literaturkritiker und Essayist, Direktor der Bibliothek der Nationalen Fakultät der Philosophie zwischen 1942 und 1944, und der Bibliothek der Fundação Getúlio Vargas zwischen 1944 und 1949),  Leopold Andrian-Werburg (Schriftsteller und Diplomat), Ulrich Becher (Schriftsteller), Maximilian Brand (Komponist und Musiker), Anton Retschek (Diplomat), Fritz Feigl (Chemiker), Hans Klinghoffer (Rechtswissenschaftler), Paula Ludwig (Schriftstellerin), Axel von Leskoschek (Maler), Paul Frischauer (Journalist) und Alois Wiesinger (Priester).</p>
<p>Ich habe dazu beigetragen, diese Liste um einige Namen zu erweitern. Dazu habe ich Recherchen im Internet betrieben und bereits existierende Arbeiten über das Exil in Brasilien wie Izabela Maria Furtado Kestlers „Die Exilliteratur und das Exil der deutschsprachigen Schriftsteller und Publizisten in Brasilien&#8220;, Maria Luiza Tucci Carneiros „Brasil, um refúgio nos trópicos. Brasilien Fluchtpunkt in den Tropen&#8220; oder Marlen Eckls „&#8230; auf brasilianischem Boden fand ich eine neue Heimat Autobiographische Texte deutscher Flüchtlinge des Nationalsozialismus 1933-1945&#8243; sowie (Exil-)Zeitschriften oder mündliche Auskünfte herangezogen.</p>
<p>Eine weitere Aufgabe war der Download der auf dem Server der Deutschen Nationalbibliothek online verfügbaren Exilzeitschrift „Aufbau&#8220; (Siehe: <a href="http://deposit.ddb.de/online/exil/exil.htm">http://deposit.ddb.de/online/exil/exil.htm</a>). Dies war eine sehr zeitaufwendige Arbeit, da der Download nur von einzelnen Seiten möglich ist.</p>
<h2><a name="_Toc221252207">3.3.4. Interviews mit Exilanten und Exilantinnen</a></h2>
<h3><a name="_Toc221252208">3.3.4.1. Besuch bei Alexandre Altberg</a></h3>
<p>Ich habe den in Berlin geborenen Architekten Alexandre Altberg, der am 29. Juni in Marília, im brasilianischen Bundesstaat São Paulo, seinen hundertsten Geburtstag feierte, besucht und interviewt. Altberg, Sohn eines österreichischen Handelsunternehmers und einer russischen Krankenschwester, studierte im Bauhaus in Weimar und an der Staatlichen Ingenieurakademie in Oldenburg Architektur. Er hatte &#8211; aus einer jüdischen Familie stammend &#8211; schon als Student in Weimar und Oldenburg mit dem herrschenden latenten Antisemitismus zu kämpfen. Er erinnert sich an einen Professor mit NSDAP-Abzeichen an der Kleidung, der ihn nicht zur Diplomprüfung zuließ, obwohl er bereits erfolgreich alle notwendigen Prüfungen absolviert hatte.</p>
<p>Nachdem seine Familie bereits 1930 mit einer Vorahnung auf die kommenden politischen Entwicklungen beschlossen hatte, Deutschland zu verlassen, kam Alexandre 1931 nach Brasilien nach. In Rio de Janeiro integrierte er sich in Kürze in die Gruppe „Pró-Arte&#8220;, die sich aus brasilianischen und aus deutschsprachigen Ländern emigrierten Künstlern und Intellektuellen zusammensetzte, in der ein permanenter Austausch von Informationen über die politischen Entwicklungen in Deutschland gepflegt und Ausstellungen und Diskussionen organisiert wurden.</p>
<p>Auf Grundlage der Erfahrungen, die er bei einem Praktikum im Berliner Avantgarde- Architektenbüro Korn &amp; Weizmann gesammelt hatte, setzte er in der Rua Paul Redfern in Ipanema seine ersten Bauprojekte um, die sogleich die Aufmerksamkeit von Kollegen und Studenten der Escola Nacional des Belas Artes auf sich zogen. Er nahm an der Organisation des 1. Salons der tropischen Architektur (1° Salao de Arquitetura Tropical) teil, für den er den Ausstellungskatalog entwarf und gründete außerdem die Architekturzeitschrift base &#8211; revista de arte, técnica e pensamento.</p>
<p>Unter anderem erzählt Altberg auch von seinem Treffen mit Stefan Zweig in Rio de Janeiro, bei dem er als „Chauffeur&#8220; fungierte. Der damals 32-jährige Architekt holte Ende Oktober 1940 das Ehepaar Stefan und Lotte Zweig in Rio von ihrem Hotel in der Rua Paissandu ab und brachte beide in seinem Auto zu einer Benefizveranstaltung der Jüdischen Gemeinde zugunsten von Flüchtlingen des Nationalsozialismus im Fußballclub Botafogo.</p>
<h3><a name="_Toc221252209">3.3.4.2. Interview mit Eva Lieblich</a></h3>
<p>Ich habe per E-Mail Kontakt zu der deutschen Malerin Eva Lieblich (Tochter von Karl Lieblich), aufgenommen, die 1938 zusammen mit ihrer Familie nach Brasilien emigrierte. Ihr Vater, Karl Lieblich, arbeitete in Stuttgart als Anwalt, schrieb darüber hinaus Theaterkritiken für die Münchner Neuesten Nachrichten und veröffentlichte Novellen und Theaterstücke. Seine Werke wurden im dritten Reich öffentlich verboten und verbrannt. Der kämpferische Ansatz seiner  Werke wurde durch die Gründung des Bundes für ein neues Judentum begleitet. 1933 bekam Lieblich Schreibverbot und ein Jahr später Berufsverbot. 1937 lernte er das Druckerhandwerk in Basel. Im selben Jahr emigrierte er nach New York und von dort mit einem Touristenvisum nach Brasilien. Er importierte die Maschinen, die er für die Ausübung des Druckereigeschäftes benötigte, aus Deutschland. In São Paulo, wo sich die Familie niederließ, gründete Karl Lieblich eine Druckerei. Einige Jahre später verkaufte er die Maschinen und gründete mit dem Verkaufserlös eine Import-Export-Firma. Er schrieb dennoch weiterhin Gedichte und Novellen, wenn auch ohne Perspektive, sie zu publizieren. Lieblich, der in Deutschland eventuell einen moderaten Erfolg hätte haben können, litt im Exil, wie alle anderen Schriftsteller auch, unter dem Verlust der sprachlichen und literarischen Umwelt und er konnte sich weder als Anwalt noch als Schriftsteller profilieren. Da die wichtigsten Voraussetzungen für eine erfolgreiche Integration bei ihm nicht vorhanden waren und er zudem Sehnsucht nach Stuttgart hatte, kehrte Lieblich nach mehreren Heimwehschiffsreisen zwischen 1948 und 1957 mit seiner Frau 1958 endgültig in seine frühere Heimatstadt zurück. Ich habe Eva Lieblich in São Paulo in ihrer Wohnung besucht und ein Interview über die Bedingungen der Emigration von Deutschland nach Brasilien mit ihr geführt. Seither führen wir E-Mail Korrespondenz.</p>
<h3><a name="_Toc221252210">3.3.4.3. Forschungsreise nach Rolândia</a></h3>
<p>Im November 2008 habe ich eine Forschungsreise nach Rolândia (im süd-brasilianischen Bundesstaat Paraná) unternommen. Rolândia wurde in den 30er Jahren zu einem Fluchtziel vieler deutscher Exilanten, die durch sogen. &#8222;Austauschgeschäfte&#8220; in Brasilien Land kaufen und somit einen Teil ihres Vermögens retten konnten. Diese Reise resultierte in bedeutendem Material für die Gedenkstätte, wie Interviews mit vier noch lebenden Exilanten, Fotos, Kopien von Memoiren und Dokumentarfilmen.</p>
<p>Die deutsche Kolonie Rolândia, im Nordosten des süd-brasilianischen Bundesstaates Paraná gelegen, wurde 1932 als Ausfluss der deutschen Siedlungs- und Kolonisationspolitik, mit dem Ziel der politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Stärkung der Position Deutschlands und des Deutschtums in der Welt gegründet.</p>
<p>Die ersten Siedler waren in Deutschland arbeitslos- landlos-, und vielfach &#8211; im Chaos der politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Krise am Ende der Weimarer Republik &#8211; haltlos Gewordene, die in der Auswanderung einen Ausweg suchten, aber auch Angehörige anderer Nationen, wie Österreicher, Schweizer, Japaner, Italiener, Spanier und Portugiesen.</p>
<p>Mit der Machtergreifung von Hitler im Jänner 1933 kam es aber zunehmend zu einer Zuwanderung von politisch, rassisch oder konfessionell Verfolgten und Flüchtlingen vor dem totalitären Naziregime. Die von dem ehemaligem deutschen Reichsjustizminister Erich Koch-Weser, der seine Zulassung als Rechtsanwalt und Notar verloren hatte und dessen Bücher öffentlich verbrannt wurden, da er aus einer jüdischen Familie stammte, und dem Siedlungspolitiker und Reichstagsabgeordneten der katholischen Zentrumspartei Johannes Schauff, der aufgrund seiner politischen Aktivitäten verfolgt wurde, eingefädelten Austausch- bzw. Dreiecksgeschäfte ermöglichten einigen Exilanten und Exilantinnen, bei der Auswanderung aus Deutschland einen Teil ihres Vermögen nach Brasilien zu transferieren. Unter Umgehung der nationalsozialistischen Devisenausfuhrbeschränkungen wurden von einer englischen Siedlungsgesellschaft Landgrundstücke in Rolândia gekauft, wobei das Geld für den Kauf von deutschem Eisenbahn &#8211; Material verwendet wurde und somit in Deutschland blieb. Neben Koch-Weser und Schauff selbst, konnten einige kapitalkräftige Emigranten, die sich früh genug zur Auswanderung entschlossen, wie Max Hermann Maier, Rudolf Isay oder Heinrich Traumann dadurch einen Teil ihres Vermögens retten. Viele andere kamen ohne einen Cent in der Tasche in Rolândia an, da der Ausbruch des 2. Weltkrieges die Abwicklung dieser Geschäfte verhinderte und mussten sich als Hausangestellte oder Feldarbeiter durchschlagen.</p>
<p>Dem Einflussbereich des nationalsozialistischen Regimes konnten sich die Exilanten auch in Rolândia nicht vollständig entziehen. Die GSA, die ab 1934 die Verwaltung von Rolândia übernahm, war „ein reichsdeutsches gemeinnütziges Unternehmen&#8220;, das als geeignete Siedler für die Kolonie „jüngere Ehepaare mit (möglichst vielen arbeitsfähigen) Kindern deutscher bzw. arischer Abstammung im Sinne der Nürnberger Gesetze&#8220; anwarb. Oswald Nixdorf, Kolonieleiter von Rolândia und Mitglied der NSDAP, schickte dem deutschen Konsulat in Curitiba am 18. April 1936 eine Liste von Personen, „die Deutschland deswegen verlassen haben, weil sie zu der nationalsozialistischen Regierung in unversöhnlicher Opposition stehen oder weil sie von der nationalsozialistischen Rassengesetzgebung betroffen werden&#8220;. Auf dieser Liste finden sich unter anderen auch die Namen Behrendt und Traumann. Hans-Jörg Trettler hat sie in Rolândia besucht und interviewt:</p>
<p>Susanne Behrend flüchtete 1938 im Alter von 18 Jahren zusammen mit ihrer Familie nach Brasilien. Ihr Vater, ein Anwalt, war bereits in ein Konzentrationslager gebracht worden und konnte nur durch Beziehungen der Familie zu hohen politischen Kreisen gerettet werden. „Seit ich aus Deutschland weggegangen bin, wollte ich alles davon vergessen. Ich habe mich nie mehr zugehörig zu Deutschland gefühlt. Mit 12 Jahren wurde ich vom Biologielehrer zur Tafel gerufen und er sagte: „Seht sie euch gut  an, dunkle Augen, gelocktes Haar, die gehört zu der Rasse, die ausgerottet wird&#8220;" erzählte Frau Behrendt beim Interview, das in ihrem Haus in Rolândia geführt wurde. Am Ende meinte sie noch: „Trotzdem ich nun fast 70 Jahre in Brasilien bin, 100% zugehörig bin ich nicht, ich bin kein ganzer Brasilianer, keine ganze Deutsche und keine ganze Jüdin; irgendwo bleibt immer diese Zerrissenheit.&#8220;</p>
<p>Der 1924 in Düsseldorf geborene Michael Traumann emigrierte 1937 mit seinen Eltern und seiner Schwester nach Brasilien. Sein Vater, ein in der demokratischen Partei politisch aktiver Anwalt, hatte durch Unterstützung von Johannes Schauff Land in Rolândia gekauft. Darauf wurde mit viel Mühe die Fazenda Bimini errichtet, wo Michael Traumann auch heute noch lebt. Er erzählt von den Jahren als Lehrer an der von den deutschsprachigen Siedlern gegründeten „Kienzelschule&#8220;. „Wenn ich mein Leben von vorne beginnen könnte und die Wahl hätte&#8220;, meint er in melancholischem Ton, „würde ich ein Studium abschließen und als Professor arbeiten&#8220;.</p>
<h2><a name="_Toc221252211">3.3.5. Initiierung einer internationalen Stefan Zweig Schulpartnerschaft</a></h2>
<p>Die Casa Stefan Zweig möchte Dreh- und Angelpunkt eines internationales Netzwerks von Stefan Zweig-Schulen sein. Ich wurde mit der Initiierung und Koordination dieses Netzwerkes beauftragt. Ich konnte der Rektorin der Stefan-Zweig-Realschule Endingen (Deutschland), Marta Kurtz die Idee der Schulpartnerschaft zwischen der Schule in Deutschland und der Stefan Zweig-Schule in Petrópolis vermitteln und mich als Koordinations- und Vermittlungsperson zur Verfügung stellen. Am 16. Mai 2008 habe ich die Schule in Petrópolis besucht und der Direktorin, Eliane Sandra de Souza Martins Fontes ein von mir übersetztes an die Schule in Petrópolis gerichtetes Vorstellungs- und Begrüßungsschreiben aus Deutschland übergeben. Weiters wurde bei diesem Besuch vereinbart, dass die Casa Stefan Zweig die Zusammenarbeit mit der Schule ausbauen wird und zwei Projekte im nächsten Semester initiieren wird. Das erste wird von Studenten der Literatur- und Sprachwissenschaften der Universität Estácio de Sá &#8211; koordiniert von Professor Johannes Kretschmer &#8211; umgesetzt und ist eine Serie von Lesekreisen mit Texten von und über Stefan Zweig. Das zweite ist eine kleine Vorstellungsarbeit (Bilder, Fotos, Videos, &#8230;), die der gleichnamigen Partnerschule in Deutschland übermittelt wird. Die Studenten der Kommunikationswissenschaften werden die Schüler dabei unterstützen und bei der Produktion und Fertigstellung mithelfen.</p>
<h2><a name="_Toc221252212">3.3.6. Vernetzung mit nationalen und internationalen Institutionen, die ähnlichen Ziele haben wie die CSZ</a></h2>
<p>Ich konnte folgende Kontakte erfolgreich initiieren:</p>
<p>-         Dr. Hildemar Holl, Präsident der Internationalen Stefan Zweig Gesellschaft in<br />
Salzburg</p>
<p>-         Dr.  Klemens Renoldner, Direktor des Stefan Zweig Centre Salzburg</p>
<p>-         Dr. Ursula Seeber, Leiterin der Österreichischen Exilbibliothek im Literaturhaus</p>
<p>-         Dr. Elisabeth Klamper, Dokumentationsarchiv Österreichischen<strong> </strong>Widerstandes (DÖW)</p>
<p>-         A.o. Univ. Prof. Dr. Albert Lichtblau, Universität Salzburg</p>
<p>-         Renate Seib, Deutsche Nationalbibliothek</p>
<h2><a name="_Toc221252213">3.3.7. Verfassen eines Forschungsprojektes über Exilanten und Exilantinnen in Brasilien</a></h2>
<p>Bei der Suche nach externen Finanzierungsquellen für die Casa Stefan Zweig bin ich auf die Projekt-Förderungsmöglichkeiten des Zukunftsfonds der Republik Österreich und des Nationalfonds der Republik Österreich für Opfer des Nationalsozialismus gestoßen. Ich habe mich über die Bedingungen für die Projekteinreichung informiert und die Mitglieder der CSZ über die Möglichkeit informiert, ein Forschungsprojekt über Personen, die vor dem nationalsozialistischen Regime nach Brasilien geflüchtet sind bzw. über das Exil in Brasilien, auszuarbeiten und um Förderung bei den oben genannten Institutionen anzusuchen. Der Vorschlag wurde mit Begeisterung aufgenommen. Ich konnte Fábio Koifman überzeugen, die  wissenschaftliche Leitung des Projekts zu übernehmen.</p>
<p>Der Projektantrag, der in einer Zusammenarbeit zwischen Fábio Koifman, Beatriz Cepelowicz Lessa und mir in den letzten Monaten meines Gedenkdienstes ausgearbeitet wurde, befindet sich kurz vor der Fertigstellung und wird in den nächsten Wochen eingereicht werden.</p>
<p><strong> </strong></p>
<h1><a name="_Toc221252214"><strong>4. Sonstiges</strong></a><strong> </strong></h1>
<h1><strong> </strong></h1>
<h2><a name="_Toc221252215">4.1. Gedenkdienst-Engagement</a></h2>
<p>Anlässlich des Österreichischen Nationalfeiertags habe ich auf Einladung von Generalkonsul Reinhold Steinberger am 26. Oktober 2008 an einem Empfang im Generalkonsulat in der Avendida Atlântica (Copacabana) teilgenommen.</p>
<p>Auf meinem blog <a href="../../../../../">http://gedenkdienstinbrasilien.wordpress.com/</a> habe ich regelmäßig über meine Arbeit bei der CSZ berichtet.</p>
<p>Mit Dr. Klemens Renoldner habe ich ein Treffen im Stefan Zweig Centre in Salzburg nach Abschluss meines Gedenkdienstes vereinbart. Dieses soll zum Informationsaustausch und zur Vertiefung der Beziehungen zwischen CSZ, Österreichischer Auslandsdienst und SZC genutzt werden.</p>
<h2><a name="_Toc221252216">4.2. Bewertung des Gedenkdienstes</a></h2>
<p>Der Gedenkdienst bei der CSZ gab mir die Möglichkeit, am Aufbau eines Projektes mitzuarbeiten, das durch die Auseinandersetzung mit Stefan Zweig, der vor dem nationalsozialistischen Terrorregime aus Österreich flüchten musste, einen wichtigen Beitrag zur Aufarbeitung der österreichischen Geschichte leistet. Für mich persönlich bedeutete die Arbeit, mich mit der Geschichte meines eigenen Landes Österreich und den Verstrickungen der eigenen Kultur auseinanderzusetzen. Vor allem in den Interviews mit Exilanten und Exilantinnen in Brasilien wurden mir die schrecklichen Konsequenzen des Nationalsozialismus in den Einzelschicksalen von Vertriebenen und Geflüchteten bewusst gemacht.</p>
<p>Die Einrichtung einer Gedenkstätte an Zweig und das Exil in Brasilien stellt eine wichtige zeitgeschichtliche und kulturelle Brücke zwischen Österreich und Brasilien dar. Die Verständigung unter den Völkern und die Toleranz unter den verschiedenen Kulturen ist meines Erachtens ein Mittel um den gegenwärtigen Tendenzen einer immer  inhumaner werdenden Welt in permanenten Kriegszustand entgegenzuwirken.</p>
<p>Dadurch, dass das Projekt CSZ während meines Gedenkdienstes noch nicht abgeschlossen war, gab es für mich vielfältige Möglichkeiten, kreativ an der Gestaltung und Umsetzung der Ziele mitzuwirken. Nachdem die Mitarbeiter der CSZ Vertrauen in mich gewonnnen hatten, wurde ich auch dazu angehalten, selbstständig im Namen der CSZ aufzutreten und Kontakte zu knüpfen. Dadurch gewann ich sehr viel Erfahrung in seriösem Auftreten und eigenständiger Arbeit.</p>
<p>Außerdem habe ich persönlich von der engen Zusammenarbeit während dieses Jahres mit absoluten Experten der verschiedenen Sachbereiche Geschichte, Politik, Literatur, Journalismus (Alberto Dines, Fábio Koifman, Kristina Michahelles, u. a.) außerordentlich viel profitiert.</p>
<h2><a name="_Toc221252217">4.3. Finanzierung</a></h2>
<p>Mein Gedenkdienst wurde durch eine Förderung des Österreichischen Auslandsdienstes finanziert. Die Fördermittel wurden vom Auslandsdienst Förderverein zur Verfügung gestellt.</p>
<h2><a name="_Toc221252218">4.4. Kontaktangaben</a></h2>
<p>Associação Religiosa Israelita</p>
<p>R. General Severiano 170 &#8211; Botafogo</p>
<p>6° andar (CHCJ)</p>
<p>22290-140 Rio de Janeiro &#8211; RJ</p>
<p>Tel: (+55 21) 560444</p>
<p>Web: <a href="http://www.arirj.com.br/">http://www.arirj.com.br/</a></p>
<p>Email: <a href="mailto:chcj@cybernet.com.br">chcj@cybernet.com.br</a></p>
<p>Ansprechsperson: David Gorodovitz (Direktor CHCJ)</p>
<p>Österreichisches Generalkonsulat</p>
<p>Av. Atlântica 3804 &#8211; Copacabana</p>
<p>22070-001 Rio de Janeiro &#8211; RJ</p>
<p>Tel: (+55 21) 2102-0020</p>
<p>Email: <a href="mailto:rio-de-janeiro-gk@bmeia.gv.at">rio-de-janeiro-gk@bmeia.gv.at</a></p>
<p>Ansprechspersonen: Reinhold Steinberger (Generalkonsul), Peter Waas (Konsul)</p>
<p>Österreichische Botschaft Brasilia<br />
SES (Setor de Embaixadas Sul)<br />
Avenida das Naçoes, Quadra 811 &#8211; Lote 40<br />
70426-900 Brasilia DF<br />
Tel.: +55-61-3443 3421</p>
<p>Web: <a href="http://www.bmeia.gv.at/botschaft/brasilia.html">http://www.bmeia.gv.at/botschaft/brasilia.html</a></p>
<p>Ansprechsperson: Dr. Alexander Springer (1. Botschaftssekretär)</p>
<p>Arquivo Nacional</p>
<p>Praca da Republica 173 &#8211; Centro</p>
<p>20211-350 Rio de Janeiro &#8211; RJ</p>
<p>Telefon: (+55 21) 2179-1273</p>
<p>Web: <a href="http://www.arquivonacional.gov.br/">http://www.arquivonacional.gov.br/</a></p>
<p>Ansprechsperson: Sátiro Ferreira Nunes (Leiter des Besucherzentrums)</p>
<p>Casa Stefan Zweig</p>
<p>Rua Gonçalves Dias, 34 &#8211; Valparaíso</p>
<p>25655-122  Petrópolis &#8211; RJ</p>
<p>Email: <a href="mailto:contato@casastefanzweig.org">contato@casastefanzweig.org</a></p>
<p>Web: <a href="http://www.casastefanzweig.org.br/">www</a><a href="http://www.casastefanzweig.org.br/">.</a><a href="http://www.casastefanzweig.org.br/">casastefanzweig</a><a href="http://www.casastefanzweig.org.br/">.</a><a href="http://www.casastefanzweig.org.br/">org</a><a href="http://www.casastefanzweig.org.br/">.</a><a href="http://www.casastefanzweig.org.br/">br</a></p>
<p>Ansprechsperson: Alberto Dines</p>
<p>Hans-Jörg Trettler                                                  Rio de Janeiro am 26. Jänner 2009</p>
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		<title>Empfang im Österreichischen Generalkonsulat</title>
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		<pubDate>Mon, 03 Nov 2008 18:57:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>joergtrettler</dc:creator>
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		<description><![CDATA[
 Generalkonsul Reinhold Steinberger und Gedenkdiener Jörg Trettler

Anlässlich des Österreichischen Nationalfeiertags wurde ich von Generalkonsul Reinhold Steinberger am 26. Oktober zu einem Empfang im Generalkonsulat in der Avendida Atlântica (Copacabana) eingeladen. Bei der Wahrnehmung dieser Einladung wurde noch einmal von Seiten des Generalkonsuls die Unterstützung der Casa Stefan Zweig und des Gedenkdienstes bei derselben betont. [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=gedenkdienstinbrasilien.wordpress.com&blog=2296979&post=111&subd=gedenkdienstinbrasilien&ref=&feed=1" />]]></description>
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<address> Generalkonsul Reinhold Steinberger und Gedenkdiener Jörg Trettler<br />
</address>
<p>Anlässlich des Österreichischen Nationalfeiertags wurde ich von Generalkonsul Reinhold Steinberger am 26. Oktober zu einem Empfang im Generalkonsulat in der Avendida Atlântica (Copacabana) eingeladen. Bei der Wahrnehmung dieser Einladung wurde noch einmal von Seiten des Generalkonsuls die Unterstützung der Casa Stefan Zweig und des Gedenkdienstes bei derselben betont. Außerdem konnten viele Kontakte geknüpft werden.</p>
<p><span id="more-111"></span></p>
<p><a href="http://gedenkdienstinbrasilien.files.wordpress.com/2008/11/consulado-rj.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-113" title="Österreichisches Generalkonsult in Rio de Janeiro" src="http://gedenkdienstinbrasilien.files.wordpress.com/2008/11/consulado-rj.jpg?w=450&#038;h=348" alt="" width="450" height="348" /></a></p>
<p><a href="http://gedenkdienstinbrasilien.files.wordpress.com/2008/11/nationalhymne.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-119" title="Nationalhymne" src="http://gedenkdienstinbrasilien.files.wordpress.com/2008/11/nationalhymne.jpg?w=450&#038;h=355" alt="" width="450" height="355" /></a></p>
<address>oben: Jörg Trettler im Empfangssaal des Österreichischen Generalkonsulats in Rio de Janeiro unten: Generalkonsul Steinberger beim Singen der Österreichischen Bundeshymne<br />
</address>
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			<media:title type="html">Nationalhymne</media:title>
		</media:content>
	</item>
		<item>
		<title>Bericht über den Gedenkdienst bei der Casa Stefan Zweig (Juni bis September)</title>
		<link>http://gedenkdienstinbrasilien.wordpress.com/2008/10/13/2-zwischenbericht-juni-september/</link>
		<comments>http://gedenkdienstinbrasilien.wordpress.com/2008/10/13/2-zwischenbericht-juni-september/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 13 Oct 2008 18:37:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>joergtrettler</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://gedenkdienstinbrasilien.wordpress.com/?p=104</guid>
		<description><![CDATA[ 
1. Tätigkeitsübersicht
 
I) Forschung über ExilantInnen in Brasilien
II) Übersetzungsarbeiten für Casa Stefan Zweig &#8211; Homepage
III) Organisatorische und sonstige Aufgaben

 
2. Detaillierter Bericht
 
I) Forschung über ExilantInnen in Brasilien
 
Nationalarchiv
Die Casa Stefan Zweig wird eine Gedenkstätte des Exils sein und ein Archiv mit Daten und Informationen zu Künstlern, Schriftstellern und Wissenschaftler, die vor dem nationalsozialistischen [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=gedenkdienstinbrasilien.wordpress.com&blog=2296979&post=104&subd=gedenkdienstinbrasilien&ref=&feed=1" />]]></description>
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<p><strong>1. </strong><strong>Tätigkeitsübersicht</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p>I) Forschung über ExilantInnen in Brasilien</p>
<p>II) Übersetzungsarbeiten für Casa Stefan Zweig &#8211; Homepage</p>
<p>III) Organisatorische und sonstige Aufgaben</p>
<p><span id="more-104"></span></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>2. </strong><strong>Detaillierter Bericht</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>I) </strong><strong>Forschung über ExilantInnen in Brasilien</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><span style="text-decoration:underline;">Nationalarchiv</span></p>
<p>Die Casa Stefan Zweig wird eine Gedenkstätte des Exils sein und ein Archiv mit Daten und Informationen zu Künstlern, Schriftstellern und Wissenschaftler, die vor dem nationalsozialistischen Regime fliehen mussten und in Brasilien gewirkt haben, beherbergen. Die Arbeit des Aufbaus dieses Archivs wird geleitet von Fábio Koifman und gliedert sich in folgende Etappen:</p>
<p>a.    Erstellen einer Liste von Personen, die in Zusammenhang mit dem Nationalsozialismus nach Brasilien emigriert sind. Arbeitsmethoden: Heranziehen bereits existierender Arbeiten über das Exil in Brasilien (wie z.B. Izabela Maria Furtado Kestlers „Die Exilliteratur und das Exil der deutschsprachigen Schriftsteller und Publizisten in Brasilien<em>&#8222;, </em>Maria Luiza Tucci Carneiros „Brasil, um refúgio nos trópicos. Brasilien Fluchtpunkt in den Tropen&#8220; oder Marlen Eckls „&#8230; auf brasilianischem Boden fand ich eine neue Heimat Autobiographische Texte deutscher Flüchtlinge des Nationalsozialismus 1933-1945&#8243;), Zeitschriften, mündlicher Auskünfte sowie<em> </em>die<em> </em>Durchsicht von Passagierlisten der aus Europa angekommenen Schiffe.</p>
<p>b.    Evaluierung der Relevanz dieser Personen. Das Archiv soll schließlich von 500 (der 16.000-20.000 nach Brasilien geflüchteten Personen) das gesamte in Brasilien verfügbare Datenmaterial enthalten und Forschern zur Verfügung stehen. Die Auswahl wird nach dem Kriterium getroffen, ob während des Exils in Brasilien eine wesentliche Leistung im Bereich der Kunst, Kultur, Literatur, Musik, Wissenschaft usw. erbracht wurde.</p>
<p>c.    Einsicht und Digitalisierung von (Fremden-)Polizeiakten  der ausgewählten Personen (die sich großteils im Brasilianischen Nationalarchiv befinden). Ich habe um die notwendigen Genehmigungen für den unmittelbaren Zugang zu diesen Akten im Nationalarchiv angesucht. Fábio Koifman und ich bekamen unter dem Titel einer akademischen Forschung diese seltene Autorisierung. Arbeitsmethoden: Es müssen zunächst mühsam die den Namen zugeordneten Aktennummern in den Karteikästen gesucht werden um danach anhand dieser Nummer den jeweiligen Akt aus dem Lager des Nationalarchivs zu bestellen, der uns dann 2 Wochen zur Verfügung gestellt wird. Mittels Digitalkamera fotografiere ich den gesamten Aktinhalt, der in Folge editiert, sortiert und in eine Datenbank eingespeist wird, die Forschern offen stehen soll.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><span style="text-decoration:underline;">Recherche in Exil-Zeitschriften wie „Aufbau&#8220;, „Das andere Deutschland&#8220;, „Jüdische Revue&#8220;, &#8222;Jüdischen Wochenschau&#8220;, ua.</span></p>
<p>Die Forschung umfasst folgende Arbeiten mit Exil-Zeitschriften:</p>
<ul type="disc">
<li>Download der auf dem Server      der Deutschen Nationalbibliothek online verfügbaren Seiten der      Exilzeitschrift „Aufbau&#8220;;</li>
<li>Einheitliche      Organisation und Nummerierung dieser Dokumente;</li>
<li>Durchsicht nach      Artikeln über Stefan Zweig;</li>
<li>Kopie von gefundenen      Artikeln für Alberto Dines zur Verwendung für seine Neuausgabe des Buches      „Tod im Paradies. Die Tragödie des Stefan Zweig&#8220;.</li>
</ul>
<p><strong> </strong></p>
<p><span style="text-decoration:underline;">Interview mit Alexandre Altberg</span></p>
<p>Ich habe den in Berlin geborenen Architekten Alexandre Altberg, der am 29. Juni in Marília (SP) seinen hundertsten Geburtstag feierte, besucht um ihn für das Archiv der CSZ zu interviewen. Altberg, Sohn eines österreichischen Handelsunternehmers und einer russischen Krankenschwester, studierte im Bauhaus in Weimar und an der Staatlichen Ingenieurakademie in Oldenburg, wo er 1929 den akademischen Titel Diplom-Ingenieur erlangte. Er hatte &#8211; aus einer jüdischen Familie stammend &#8211; mit dem am Ende der Weimarer Republik herrschenden latenten Antisemitismus zu kämpfen. Er erinnert sich an einen Professor, der bereits das Symbol der NSDAP an seiner Kleidung trug. Er wurde zunächst nicht zur Diplomprüfung zugelassen, obwohl er bereits erfolgreich alle notwendigen Prüfungen absolviert hatte.</p>
<p>Nachdem seine Familie bereits 1930 mit einer Vorahnung auf die kommenden politischen Entwicklungen beschloss, Deutschland zu verlassen, kam Alexandre 1931 nach Brasilien nach. In Rio de Janeiro integrierte er sich in Kürze in die Gruppe „Pró-Arte&#8220;, die sich aus brasilianischen und aus deutschsprachigen Ländern emigrierten Künstlern und Intellektuellen zusammensetzte und in der ein permanenter Austausch von Informationen über die politischen Entwicklungen in Deutschland gepflegt wurde und Ausstellungen und Diskussionen organisiert wurden.</p>
<p>Auf Grundlage der Erfahrungen, die er im Bauhaus und bei einem Praktikum im zur Berliner Avantgarde zählenden Architektenbüro Korn &amp; Weizmann gesammelt hatte, setzte er in der Rua Paul Redfern in Ipanema seine ersten Bauprojekte um, die sogleich die Aufmerksamkeit von Kollegen und Studenten der Escola Nacional des Belas Artes auf sich zogen. Er nahm an der Organisation des <em>1° Salão de Arquitetura Tropical</em> teil, für den er den Ausstellungskatalog entwarf und gründete außerdem die Architekturzeitschrift <em>base &#8211; revista de arte, técnica e pensamento</em>.</p>
<p>In dem von von mir geführten Interview, das mit Filmkamera aufgenommen wurde, erzählt Altberg auch von seinem Treffen mit Stefan Zweig in Rio de Janeiro; er hatte ihn und seine Frau Lotte von ihrem Hotel abgeholt und sie zu einer Benefizveranstaltung der Jüdischen Gemeinde zugunsten von Flüchtlingen des Nationalsozialismus „chauffiert&#8220;. Zur Vorbereitung des Besuches bei Altberg habe ich Kontakt mit seinem in Rio de Janeiro lebenden Neffen Marco Altberg aufgenommen, der mir die Kopie der Memoiren von Alexandre Altberg zur Vorbereitung des Interviews gab.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><span style="text-decoration:underline;">Besuch bei (über)lebenden ExilantInnen</span></p>
<p>Ich habe per E-Mail Kontakt zu der deutschen Malerin Eva Lieblich (Tochter von Karl Lieblich) aufgenommen, die 1938 zusammen mit ihrer Familie nach Brasilien emigrierte. Ihr Vater, Karl Lieblich, arbeitete in Stuttgart als Anwalt, schrieb Theaterkritiken für die Münchner Neuesten Nachrichten und veröffentlichte Novellen und Theaterstücke. Seine Werke wurden im dritten Reich öffentlich verboten und verbrannt. Der kämpferische Ansatz seiner  Werke wurde durch die Gründung des Bundes für ein neues Judentum begleitet. 1933 bekam Lieblich Schreibverbot und ein Jahr später Berufsverbot. 1937 lernte er das Druckerhandwerk in Basel. Im selben Jahr emigrierte er nach New York und von dort mit einem Touristenvisum nach Brasilien. Er importierte die Maschinen, die er für die Ausübung des Druckereigeschäftes benötigte, aus Deutschland. In São Paulo, wo sich die Familie niederließ, gründete Karl Lieblich eine Druckerei. Einige Jahre später verkaufte er die Maschinen und gründete mit dem Verkaufserlös eine Import-Export-Firma. Er schrieb dennoch weiterhin Gedichte und Novellen, wenn auch ohne Perspektive, sie zu publizieren. Lieblich, der in Deutschland eventuell einen moderaten Erfolg hätte haben können, litt im Exil, wie alle anderen Schriftsteller auch, unter dem Verlust der sprachlichen und literarischen Umwelt und er konnte sich weder als Anwalt noch als Schriftsteller profilieren. Da die wichtigsten Voraussetzungen für eine erfolgreiche Integration bei ihm nicht vorhanden waren und er zudem Sehnsucht nach Stuttgart hatte, kehrte Lieblich nach mehreren Heimwehschiffsreisen zwischen 1948 und 1957 mit seiner Frau 1958 endgültig in seine frühere Heimatstadt zurück.</p>
<p>Während Eva Lieblich in São Paulo zu Besuch bei ihrer Schwester war, habe ich sie zum Austausch von Informationen in ihrer Wohnung besucht und ein Interview über die Bedingungen der Emigration von Deutschland nach Brasilien mit ihr geführt. (Dieses Interview wurde auch gefilmt.) Seither führen wir E-Mail Korrespondenz.</p>
<p>Anlässlich eines Besuches bei Ivonne Stern zwecks Digitalisierung eines in ihrem Besitz befindlichen seltenen Ausstellungskataloges mit dem Titel „Tempos de Guerra&#8220;, in dem überwiegend Werke von aus Europa geflohenen Künstlern ausgestellt wurden, konnte ich auch ein Gespräch mit ihrer 100-jährigen Mutter führen, die als jüdische Schneiderin vor dem Nationalsozialismus nach Brasilien geflüchtet ist.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><span style="text-decoration:underline;">Ausarbeitung eines Forschungsprojekts zum Thema &#8222;Exil in Brasilien&#8220; zur Einreichung bei Zukunftsfonds und Nationalfonds</span></p>
<p>Bei der Suche nach externen Finanzierungsquellen für die Casa Stefan Zweig bin ich auf die Projekt-Förderungsmöglichkeiten des Zukunftsfonds der Republik Österreich und des Nationalfonds der Republik Österreich für Opfer des Nationalsozialismus gestoßen. Ich habe mich über die Bedingungen für die Projekteinreichung informiert und die Mitglieder der CSZ über die Möglichkeit informiert, ein Forschungsprojekt über Personen, die vor dem nationalsozialistischen Regime nach Brasilien geflüchtet sind bzw. das Exil in Brasilien auszuarbeiten und um Förderung bei den oben genannten Institutionen anzusuchen. Der Vorschlag wurde mit Begeisterung aufgenommen. Ich konnte auch Fábio Koifman überzeugen, die wissenschaftliche Leitung eines diesbezüglichen Projekts zu übernehmen. Wir haben gleich damit begonnen, den Projektantrag zu schreiben.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>II) </strong><strong>Übersetzungsarbeiten für Casa Stefan Zweig &#8211; Homepage</strong></p>
<p>Ich habe den in Portugiesisch verfassten Tätigkeitsberichts der Casa Stefan Zweig über ihre Aktivitäten von November 2006 bis Mai 2008, der an alle bisherigen Förderer und Unterstützer der CSZ versendet wurde, ins Deutsche übersetzt. Außerdem habe ich die Begleitschreiben in Deutsch verfasst und den Versand derselben zusammen mit dem Tätigkeitsbericht veranlasst. Diese wurden folgenden Personen zugestellt:</p>
<ul class="unIndentedList">
<li> Hildemar Holl (Internationale Stefan Zweig Gesellschaft);</li>
<li> Dr. Andreas Maislinger (Vorstand des Österreichischen Auslandsdienstes);</li>
<li> Mag. Gabi Burgstaller (Landeshauptfrau);</li>
<li> Julio Cezar Zelner Gonçalves (Botschafter von Brasilien);</li>
<li> Werner Brandstetter (Botschafter von Österreich).</li>
</ul>
<p>Weitere Übersetzungsarbeiten für die Homepage:</p>
<p><strong> </strong></p>
<ul type="disc">
<li>Einzelne Biografien      von ExilantInnen;</li>
<li>„Ein Interview mit      Stefan Zweig&#8220;;</li>
<li>Sektion: Postkarten;</li>
<li>&#8230;</li>
</ul>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>III) </strong><strong>Organisatorische und sonstige Aufgaben</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<ul type="disc">
<li>Anwesenheit bei den      wöchentlich stattfindenden Mitarbeitertreffen;</li>
<li>Kauf eines Notebooks      für die Casa Stefan Zweig;</li>
<li>Organisation      eines Internetanschlusses in meinem Büro in der ARI;</li>
<li>Suche nach      deutschsprachigen Büchern über das Exil in Brasilien; Bestellung der      Bücher und Organisation des Versandes nach Brasilien;</li>
<li>Suche      nach Videos mit Verfilmungen der Werke von Stefan Zweig;</li>
<li>Kontakt      und Informationsaustausch mit meinem Nachfolger an der CSZ;</li>
<li>Meeting mit dem Rektor der Katholischen Universität von Petrópolis,      Dr. José Luiz Rangel Fernandes, zwecks Initiierung einer Partnerschaft      zwischen der Universität und der CSZ;</li>
<li>Bestellung      einer Reproduktion einer Radiosendung von Ö1 über Stefan Zweig in      Petrópolis mit dem Titel „Der Tod im Paradies. Die letzten Tage des Stefan      Zweig. Ein Lokalaugenschein in Petrópolis&#8220;;</li>
<li>Organisation      der Vervollständigung der Urkunde des Österreichischen Auslandsdienstes,      die Alberto Dines anlässlich der Verleihung des AHMA im Österreichischen Generalkonsulat      überreicht wurde und aus Zeitgründen noch nicht die Unterschriften des      Vorstandes des Österreichischen Auslandsdienstes enthielt;</li>
<li>Durchsicht einer Liste      der Direktorin des Österreichischen Exilarchivs (Dr. Ursula Seeber) mit      Namen von ExilantInnen in Brasilien und einer Bestandsübersicht des DÖW;<strong></strong></li>
<li>Recherche über bisher uneditierte      Fotos von Stefan Zweig und Lotte (die letzten von ihnen), die auf der      Titelseite des <em>Aufbau</em> anlässlich      des Doppelselbstmordes  erschienen      sind; Anfrage bei Verlag <em>Aufbau </em>und      Deutsche Nationalbibliothek;</li>
<li>Suche in den      Publikationen der <em>Associação      Religiosa Israelita</em> nach Artikeln über Stefan Zweig;</li>
<li>Editierung von aktuellen Fotos des Hauses auf dem Kapuzinerberg, in      dem Stefan Zweig lebte, für die Homepage;</li>
<li>Recherche über einen Aufsatz von Stefan Zweig (&#8222;The Great      Silence&#8220;) für Alberto Dines;</li>
<li>Weiterleitung von      Neuigkeiten vom Stefan Zweig Zentrum in Salzburg und Verfassen von Artikel      für die Homepage;</li>
<li>Korrespondenz mit Dr.      Alexander Springer von der Österreichischen Botschaft in Brasilia zwecks      Planung einer      österreichischen Kulturveranstaltung, die spezifisch auf die Casa Stefan      Zweig ausgerichtet ist (etwa ein Konzert kombiniert mit einem Vortrag von      Alberto Dines). In einer derartigen Konstellation könnte die Botschaft aus      ihrem Kulturbudget die Kosten für die Künstler (Reisekosten, Aufenthalt,      Honorar, Saalmiete) übernehmen und der Reinerlös würde für die Casa      StefanZweig zweckgewidmet;</li>
<li>Recherche      über die <em>Pensão Mauá</em>.      Lokalisierung im Bezirk Santa Tereza (Rio de Janeiro) und Gespräch mit      Nachbarn des Gebäudes;</li>
</ul>
<ul type="disc">
<li>Recherche über die <em>Pensão      Polonesa</em> im Bezirk Niterói;</li>
<li>&#8230;</li>
</ul>
<p>Rio de Janeiro, 1. Oktober 2008</p>
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		</media:content>
	</item>
		<item>
		<title>Forschung im Brasilianischen Nationalarchiv</title>
		<link>http://gedenkdienstinbrasilien.wordpress.com/2008/06/23/forschung-im-brasilianischen-nationalarchiv/</link>
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		<pubDate>Mon, 23 Jun 2008 02:55:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>joergtrettler</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[
Der Verein Casa Stefan Zweig entstand mit der Idee, neben einem Stefan Zweig &#8211; Haus eine Exil-Gedenkstätte zu gründen, die den Tausenden von Europäern, die in der Zeit von 1933 bis 1945 das Schicksaal von Stefan und Lotte Zweig teilten und in Brasilien eine neue Heimat suchen mussten, gewidmet ist. Dafür soll eine Bestand mit [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=gedenkdienstinbrasilien.wordpress.com&blog=2296979&post=90&subd=gedenkdienstinbrasilien&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><a href="http://gedenkdienstinbrasilien.files.wordpress.com/2008/06/p10203181.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-92" src="http://gedenkdienstinbrasilien.files.wordpress.com/2008/06/p10203181.jpg?w=450&#038;h=300" alt="" width="450" height="300" /></a></p>
<p>Der Verein Casa Stefan Zweig entstand mit der Idee, neben einem Stefan Zweig &#8211; Haus eine Exil-Gedenkstätte zu gründen, die den Tausenden von Europäern, die in der Zeit von 1933 bis 1945 das Schicksaal von Stefan und Lotte Zweig teilten und in Brasilien eine neue Heimat suchen mussten, gewidmet ist. Dafür soll eine Bestand mit allen Informationen und Daten geschaffen werden, die in brasilianischen Archiven über EmigrantInnen gefunden werden können, die in Brasilien in den Bereichen der Kunst, Kultur oder Wissenschaft gewirkt haben. Dieser Bestand, der zum Teil auch online zugänglich sein wird, soll Forschern, Verwandten der EmigrantInnen und anderen Interessierten dienen. Für dieses Projekt wurde der Historiker Fábio Koifman angestellt, der auf diesem Gebiet bereits umfangreiche Forschungen betrieben hat und die brasilianischen Archive „wie seine eigene Westentasche&#8220; kennt. Er hat die Dissertation <em>Quixote nas trevas O embaixador Souza Dantas e os refugiados do nazismo</em> (Quixote in der Dunkelheit Der Botschafter Souza Dantas und die Flüchtlinge des Nationalsozialismus) verfasst, die 2002 im Verlag Editora Record in Rio de Janeiro erschienen ist.</p>
<p><span id="more-90"></span></p>
<p><a href="http://gedenkdienstinbrasilien.files.wordpress.com/2008/06/p10109751.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-91" src="http://gedenkdienstinbrasilien.files.wordpress.com/2008/06/p10109751.jpg?w=450&#038;h=300" alt="" width="450" height="300" /></a></p>
<p>Die erste Etappe der Forschung findet im Brasilianischen Nationalarchiv in Rio de Janeiro statt, wo ich alle Visa- und Einbürgerungsakten, die Fábio und ich finden, mit meiner Kamera fotografiere. Diese Akten enthalten neben Personendaten, Personalausweisen, Reisepässen, Empfehlungsschreiben, Fotos, Zeitungsartikeln, Briefen all jene Dokumente, die für den Visumsantrag notwendig waren, wie Leumundszeugnis, Geburtsurkunde, Gesundheitsbescheinigung usw.</p>
<p><a href="http://gedenkdienstinbrasilien.files.wordpress.com/2008/06/p1020945.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-94" src="http://gedenkdienstinbrasilien.files.wordpress.com/2008/06/p1020945.jpg?w=450&#038;h=337" alt="" width="450" height="337" /></a></p>
<p><a href="http://gedenkdienstinbrasilien.files.wordpress.com/2008/06/p1010206.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-95" src="http://gedenkdienstinbrasilien.files.wordpress.com/2008/06/p1010206.jpg?w=375&#038;h=500" alt="" width="375" height="500" /></a></p>
<p><a href="http://gedenkdienstinbrasilien.files.wordpress.com/2008/06/p1020922.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-97" src="http://gedenkdienstinbrasilien.files.wordpress.com/2008/06/p1020922.jpg?w=375&#038;h=500" alt="" width="375" height="500" /></a></p>
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	</item>
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		<title>Bericht über den Gedenkdienst bei der Casa Stefan Zweig (Feber bis Mai)</title>
		<link>http://gedenkdienstinbrasilien.wordpress.com/2008/06/11/bericht-uber-die-ersten-vier-monate-gedenkdienst-bei-der-casa-stefan-zweig/</link>
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		<pubDate>Wed, 11 Jun 2008 20:58:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>joergtrettler</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[1. Hauptaufgaben

Gestaltung und Aktualisierung der deutsch-portugiesischsprachigen Website
Vernetzung mit nationalen und internationalen Institutionen
Forschung über exilierte Künstler, Intellektuelle und Wissenschaftler in Brasilien
Verfassen von Biografien von ExilantInnen in Brasilien
Initiierung und Koordinierung einer Deutsch-Brasilianischen Stefan Zweig-Schulpartnerschaft
Anwesenheit bei den Mitarbeitertreffen


2. Detaillierter Bericht
a)      Meine erste Aufgabe nach Dienstantritt am 1. Feber 2008 war die Mithilfe beim [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=gedenkdienstinbrasilien.wordpress.com&blog=2296979&post=83&subd=gedenkdienstinbrasilien&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><strong>1. Hauptaufgaben</strong></p>
<ol>
<li>Gestaltung und Aktualisierung der deutsch-portugiesischsprachigen Website</li>
<li>Vernetzung mit nationalen und internationalen Institutionen</li>
<li>Forschung über exilierte Künstler, Intellektuelle und Wissenschaftler in Brasilien</li>
<li>Verfassen von Biografien von ExilantInnen in Brasilien</li>
<li>Initiierung und Koordinierung einer Deutsch-Brasilianischen Stefan Zweig-Schulpartnerschaft</li>
<li>Anwesenheit bei den Mitarbeitertreffen</li>
</ol>
<p><span id="more-83"></span></p>
<p><strong>2. Detaillierter Bericht</strong></p>
<p>a)      Meine erste Aufgabe nach Dienstantritt am 1. Feber 2008 war die Mithilfe beim Verfassen der Inhalte für die <strong>Website der Casa Stefan Zweig</strong>: <strong>www.casastefanzweig.org</strong>. Diese bietet sowohl in Deutsch als auch in Portugiesisch Informationen über den <strong>Verein Casa Stefan Zweig</strong>, über Stefan Zweig und sein Werk, über <strong>ExilantInnen in Brasilien</strong> sowie ein Portal mit aktuellem aus aller Welt mit Bezug zur Stefan Zweig-Forschung und eine Sammlung von links. Sie ist momentan das Kernstück des Vereins, da der Umbau des Hauses in Petrópolis, in dem die Casa Stefan Zweig eingerichtet werden soll, noch nicht begonnen hat. Daher richtet sich die Arbeit der Mitarbeiter &#8211; neben den Tätigkeiten, die direkt auf die Eröffnung des Stefan Zweig-Museums/Hauses abzielen &#8211; darauf, den Bestand des Projekts auf virtueller Ebene über die Website sichtbar zu machen. Die Website wurde am 1. März 2008 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Für mich gab es daher im ersten Monat viel Arbeit; die schon in Portugiesisch bestehenden Inhalte mussten ins Deutsche übersetzt werden und die schon existierenden deutschen Texte erforderten eine Korrektur und Überarbeitung. Auf diese Weise habe ich mich in ständigem Austausch mit Kristina Michahelles, der Hauptverantwortlichen für die Website, gleichzeitig intensiv mit der Geschichte und dem Werk Stefan Zweigs auseinandergesetzt, was nebenbei einen grundlegenden Einschulungscharakter hatte. Die Absicht des Vereins ist, eine dynamische, informative und aktuelle Website zu gestalten, die die Leser auch zur Mitgestaltung einlädt. Die Arbeit an ihr ist daher eine fortlaufende. Mein Beitrag war u. a. die Recherche nach relevanten Ausstellungen und Publikationen über Stefan Zweig weltweit und deren Publikation auf der Website. Demnächst soll die Website um eine englische Version ergänzt werden.</p>
<p>b)      Ein Ziel des Vereins Casa Stefan Zweig ist die <strong>Vernetzung mit nationalen und internationalen Institutionen</strong>, die ähnlichen Ziele haben. Ich konnte bisher folgende Kontakte erfolgreich initiieren:</p>
<ul>
<li>Hildemar Holl, Präsident der <strong>Internationalen Stefan Zweig Gesellschaft</strong> in Salzburg; Zweck: Einleitung eines regelmäßigen Informationsaustausches, langfristig, enge Zusammenarbeit und Kooperationsprojekte;</li>
<li>Dr. Ursula Seeber, Leiterin der <strong>Österreichischen Exilbibliothek</strong> im Literaturhaus, Zweck: Zusammenarbeit im Bereich der Exilforschung;</li>
<li>Dr. Elisabeth Klamper, <strong>Dokumentationsarchiv Österreichischen Widerstandes</strong> (DÖW); Zweck: Informationsaustausch über österreichische ExilantInnen in Brasilien;</li>
</ul>
<p>c)      Ein weiteres Ziel des Vereins ist die Forschung über Künstler, Intellektuelle und Wissenschaftler, die zwischen 1933 und 1945 vor dem nationalsozialistischen Regime nach Brasilien geflüchtet sind. Die Casa Stefan Zweig soll nicht nur Stefan Zweig-Erinnerungsstätte sondern auch eine <strong>Gedenkstätte des Exils</strong> sein. Zu diesem Zweck soll für Forscher sowie das interessierte Publikum ein Archiv sowie online-Zugang zum digitalisierten Dokumentenbestand geschaffen werden. Dafür wurde der renommierte Historiker Fábio Koifman engagiert, der dazu im Nationalarchiv forscht. Meine Aufgabe in diesem Zusammenhang war die Erstellung eine Liste mit Personennamen, nach denen Koifman suchen sollte. Für die Erstellung dieser Liste habe ich online- sowie Literaturrecherchen betrieben und  folgende Personen kontaktiert:</p>
<ul>
<li>Dr. Ursula Prutsch, wissenschaftlichen Mitarbeiterin des Amerika-Instituts der Ludwig-Maximilians-Universität und Universitätsdozentin für neuere Geschichte     an der Universität Wien;</li>
<li>Izabela Maria Furtado Kestler, Autorin von „Die Exilliteratur und das Exil der deutschsprachigen Schriftsteller und Publizisten in Brasilien&#8220;.</li>
</ul>
<p>d)      Auf der Website werden <strong>Biografien der ExilantInnen</strong> in Brasilien, die auf Grundlage des aus den Forschungen gewonnenen Materials erstellt werden, veröffentlicht. Bisher habe ich &#8211; hauptsächlich basierend auf dem Buch von Izabela Maria Furtado Kestler und Internet-Recherchen &#8211; bereits ca. 30 Biografien verfasst.</p>
<p>e)      Die Verein Casa Stefan Zweig möchte ein <strong>internationales Netzwerk von Stefan Zweig-Schulen</strong> schaffen. Ich bin für Initiierung und Koordination dieses Netzwerkes zuständig. Ich bin mit der Rektorin der Stefan-Zweig-Realschule Endingen (Deutschland), Marta Kurtz in Kontakt getreten, um eine Schulpartnerschaft zwischen der Schule in Deutschland und der Stefan Zweig-Schule in Petrópolis zu initiieren und mich als Koordinations- Vermittlungsperson vorzustellen. Ich bekam daraufhin per Email ein an die Schule in Petrópolis gerichtetes Vorstellungs- und Begrüßungsschreiben, das ich übersetzt habe. Am 16. Mai habe ich die Schule in Petrópolis besucht und der Direktorin, Eliane Sandra de Souza Martins Fontes das Schreiben aus Deutschland übergeben. Weiters wurde bei diesem Besuch vereinbart, dass die Casa Stefan Zweig die Zusammenarbeit mit der Schule ausbauen wird und zwei Projekte im nächsten Semester initiieren werden. Das erste wird von Studenten der Literatur- und Sprachwissenschaften der Universität Estácio de Sá &#8211; koordiniert von Professor Johannes Kretschmer &#8211; umgesetzt und ist eine Serie von Lesekreisen mit Texten von und über Stefan Zweig. Das zweite ist eine kleine Vorstellungsarbeit (Bilder, Fotos, Videos, &#8230;), die der gleichnamigen Partnerschule in Deutschland übermittelt wird. Die Studenten der Kommunikationswissenschaften werden die Schüler dabei unterstützen und bei der Produktion und Fertigstellung mithelfen.</p>
<p>f)        Mindestens einmal pro Monat findet ein <strong>Treffen der Mitarbeiter</strong> des Vereins Casa Stefan Zweig statt, bei dem Neuigkeiten ausgetauscht und die weiteren Schritte besprochen werden. Da in der Regel die Kommunikation und die Koordinierung der Arbeit über Email oder Telefon abläuft, sind diese Treffen daher für mich besonders wichtig, um die Mitarbeiter um Alberto Dines persönlich zu treffen.</p>
<p><strong>3. Ausblick</strong></p>
<ul>
<li>Fortführung der Arbeit an der Website;</li>
<li>Kontakte mit internationalen Institutionen vertiefen und Kooperationsprojekte initiieren;</li>
<li>Unterstützung von Fábio Koifman bei der Forschung über ExilantInnen in Brasilien, Dokumentation und Digitalisierung der Ergebnisse;</li>
<li>Verfassen weiterer Biografien von ExilantInnen für die Website;</li>
<li>Netzwerk von Stefan Zweig-Schulen koordinieren und ausbauen (Escola Estadual Stefan Zweig in São Paulo);</li>
<li>&#8230;</li>
</ul>
<p>Rio de Janeiro, 1. Juni 2008</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Tätigkeitsbericht der Casa Stefan Zweig</title>
		<link>http://gedenkdienstinbrasilien.wordpress.com/2008/06/11/tatigkeitsbericht-der-casa-stefan-zweig/</link>
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		<pubDate>Wed, 11 Jun 2008 20:45:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>joergtrettler</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Tätigkeitsbericht der CASA STEFAN ZWEIG über die Aktivitäten von November 2006 bis Mai 2008 .
Das Haus 
Die zuständigen Organe (Iphan und Inepac &#8211; Denkmalschutzämter) müssen nun noch die Entwürfe für den Umbau des Zweig-Wohnhauses in der Rua Gonçalves Dias 34 genehmigen. Dies ist conditio sine qua non für jedwede Anerkennung nach dem Lei Rouanet-Verfahren (Steuerbefreiung [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=gedenkdienstinbrasilien.wordpress.com&blog=2296979&post=81&subd=gedenkdienstinbrasilien&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Tätigkeitsbericht der <strong>CASA STEFAN ZWEIG</strong> über die Aktivitäten von November 2006 bis Mai 2008 .</p>
<p><strong>Das Haus </strong></p>
<p>Die zuständigen Organe (Iphan und Inepac &#8211; Denkmalschutzämter) müssen nun noch die Entwürfe für den Umbau des Zweig-Wohnhauses in der <strong>Rua Gonçalves Dias 34</strong> genehmigen. Dies ist <em>conditio</em> <em>sine qua non</em> für jedwede Anerkennung nach dem Lei Rouanet-Verfahren (Steuerbefreiung für Kultur-Investitionen).</p>
<p><!--[if gte vml 1]&amp;gt; &amp;lt;![endif]--></p>
<p>Mit der entsprechenden Genehmigung kann die Anerkennung nach der Lei Rouanet beantragt werden, um die notwendigen Mittel für die Bauarbeiten zu bekommen.</p>
<p>Während der gesamten Anfangsphase durften wir die unbeschränkte Unterstützung des Bürgermeisters von Petrópolis, Rubens Bomtempo, geniessen. So wurde beispielsweise der CSZ durch den von ihm im Januar 2008 in der offiziellen Tageszeitung von Petrópolis (nº 1.184 de 24/1) veröffentlichten Erlass eine Befreiung von der Grundsteuer (IPTU) gewährt.</p>
<p>Im Mai dieses Jahres erneuerte die <strong>Stiftung für Kultur und Tourismus von Petrópolis</strong> ein Abkommen über ene finanzielle Unterstützung in der Höhe von R$ 65.000 für das Jahr 2008. Diese Mittel werden für die Anstellung eines Teams von drei Personen verwendet, um folgende Aufgaben zu erfüllen: a) Bildung des Bestandes der Exil-Gedenkstätte, aufbauend auf Informationen über ExilantInnen in Brasilien aus dem Nationalarchiv (Historiker Fábio Koifman mit Hilfe des österreichischen Gedenkdieners Jörg Trettler); b) konstante Aktualisierung der Website (unter Leitung der Journalistin Kristina Michahelles); c) Anstellung einer Geschäftsführerin für die Verwaltung des Projektes im Allgemeinen (Noemi Varsano).</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><span id="more-81"></span></p>
<p><strong>Die Website </strong></p>
<p><!--[if gte vml 1]&amp;gt; &amp;lt;![endif]--></p>
<p>Seit dem 8. März ist unsere zweisprachige Website online. Bis zum 31. Mai zählte <strong><a href="http://www.casastefanzweig.org/">www.casastefanzweig.org</a></strong> 1770 Zugänge von Besuchern aus verschiedenen Ländern der Welt wie Spanien, Österreich, Deutschland, Frankreich, Schweiz, Portugal. Das im November 2007 mit der SESC (brasilianische Kultur-Serviceagentur) unterzeichnete Abkommen stellte die Grundlage für die Erstellung der Website dar.</p>
<p>Auf zwei Sprachen (Portugiesisch und Deutsch) verfasst, bald auch in einer englischen Version, beschränkt sich die Website nicht nur auf Aspekte des Lebens und des Werkes von Stefan Zweig. In der <strong>Bildergalerie</strong> findet sich eine umfangreiche Sammlung von Fotos, Karikaturen, und Filmen. Im <strong>Kinosaal</strong>, die Liste von Filmen, die über Stefan Zweig und seine Werke produziert worden sind. Im <strong>Musikzimmer</strong>, kleine Abschnitte von vertonten Versen, Partituren und andere Informationen und Kuriositäten. Die Website wird regelmäßig mit Nachrichten über Ausstellungen, Neuerscheinungen von Büchern und Artikeln in der nationalen und internationalen Presse aktualisiert. Die Website &#8211; unter der Verantwortung des <em>webdesigners</em> André Vallias und der Journalistin und Übersetzerin Kristina Michahelles &#8211; informiert auch regelmäßig über den Fortschritt des Umbaus des Hauses.</p>
<p>Ein wichtiger Teil des Website ist die Seite <strong>Begleiter im Exil</strong>, der Embryo der zukünftigen <strong>Exil-Gedenkstätte</strong> in dem Haus in der Rua Gonçalves Dias 34. Es ist den Hunderten von Europäern, die in der Zeit von 1933 bis 1945 das Schicksaal von Stefan und Lotte Zweig teilten und in diesem Land eine neue Heimat suchen mussten, gewidmet. Für dieses Projekt wurde der Historiker Fábio Koifman angestellt, der mit Hilfe des österreichischen Juristen und Gedenkdieners Jörg Trettler alle vorhandenen Daten über diese EmigrantInnenen in den Archiven des Landes aufspüren wird.</p>
<p><strong>Besuche </strong></p>
<p>Das Projekt CASA STEFAN ZWEIG erhielt auch wichtige Unterstützung seitens der diplomatischen Vertreter von Österreich und Deutschland.</p>
<p>Der <strong>österreichische Botschafter in Brasilien, Werner Brandstetter</strong> und seine Frau besuchten im November 2006 aus Anlass des 125-jährigen Geburtstages des Schriftstellers das Grab von Stefan Zweig in Petrópolis, sowie das Haus in der Rua Gonçalves Dias 34. Im April 2007 war der <strong>österreichische Generalkonsul in Rio de Janeiro,</strong> <strong>Reinhold Steinberger</strong> an der Reihe. Er besuchte das Haus, in dem Stefan und Lotte Zweig die letzten fünf Monate lebten, in Begleitung des Generalsekretärs für auswärtige Angelegenheiten Johannes Kyrle, des Botschafters Michael Rendi und des Sektionsleiters der Abteilung für Integrations- und wirtschaftspolitische Angelegenheiten des österreichischen Außenministeriums, Rudolf Lennkh.</p>
<p>Am 22. Februar dieses Jahres begeisterte sich der <strong>Generalkonsul</strong> <strong>von Deutschland, Hermann Erath </strong>an dem Projekt, den letzten Wohnsitz des Schriftstellers in ein Museum zu verwandeln und versprach die Initiative zu unterstützen. Am selben Tag dokumentierte ein von der CSZ speziell dafür engagiertes Filmteam alle Details des Hauses und seines Erhaltungszustandes für die spätere Edition eines Videos über die Umbauarbeiten. Über den Besuch wurde in der Beilage <em>Serra</em> der Zeitung <em>O Globo</em> und in der Lokalsendung RIO-TV ausführlich berichtet.</p>
<p>Bei all diesen Ereignissen waren immer Mitglieder <strong>CASA STEFAN ZWEIG</strong> anwesen.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Schule und Austauschprogramm</strong></p>
<p>Die<strong> <strong>Escola Municipal Stefan Zweig </strong></strong><strong>(Stefan Zweig-Schule) wurde im April 2007  in Anwesenheit des Bürgermeisters von Petrópolis, </strong>Rubens Bomtempo und Alberto Dines, Israel Beloch und Nancy Hartstein als Vertreter der <strong>Casa Stefan Zweig</strong>,<strong> eröffnet. Bei dieser Gelegenheit bekam die </strong>Stefan Zweig-Schule als Spende des Ehepaar Dorothy und Paul Hartstein eine Werkausgabe von Stefan Zweig, die 1953 vom Delta-Verlag herausgegeben wurde.</p>
<p>Die <strong>CASA STEFAN ZWEIG</strong> beabsichtigt, im zweiten Semester des Schuljahres 2008 mit Hilfe von Studenten der Literatur- und Sprachwissenschaften und der Kommunikationswissenschaften der Universität Estácio de Sá eine Reihe von pädagogischen Aktivitäten in der Stefan Zweig-Schule von Petrópolis zu entfalten.</p>
<p>Die <strong>CASA STEFAN ZWEIG</strong> wird auch ein Partnerschaftsprojekt mit anderen Schulen der ganzen Welt, die den Namen Stefan Zweigs tragen, koordinieren, wie zum Beispiel die Stefan-Zweig-Realschule von Endingen im Süden Deutschlands oder die Stefan Zweig-Schule in São Paulo. Außerdem wird sich die <strong>CASA STEFAN ZWEIG </strong>auf die Suche nach Sponsoren für den Kauf von Schachbrettern und die Anstellung von Schachlehrern für die Schule begeben, die den Namen des Autors der Schachnovelle trägt.</p>
<p><strong>Abkommen mit Österreich</strong></p>
<p>Im Oktober 2007 unterzeichnete die <strong>CASA STEFAN ZWEIG</strong> ein Abkommen mit dem <strong>Österreichischen Auslandsdienst</strong>, in dem sie jungen Österreichern die Möglichkeit eröffnete, in der <strong>Casa Stefan Zweig</strong> Gedenkdienst zu leisten. Der <strong>Österreichische Gedenkdienst</strong> ist ein weltweit einzigartiges Netzwerk für Holocaust-Gedenkstätten und Museen, die Mithilfe in ihren Archiven, Bibliotheken etc. in Anspruch nehmen wollen. Der Gedenkdienst wird von der österreichischen Regierung als Alternative zum Zivildienst anerkannt. Der erste Gedenkdiener, der sich im Rahmen dieses Programms aktiv in der CASA STEFAN ZWEIG engagierte, war Jörg Trettler. Der Absolvent der Juridischen Fakultät, der fliessend Portugiesisch spricht, begann seinen einjährigen Gedenkdienst im Februar 2008 und beteiligte sich aktiv an den Übersetzungsarbeiten, an der Suche nach neuen Finanzierungsquellen und an der Schulpartnerschaft-Initiative, die die verschiedenen Stefan-Zweig-Schulen weltweit vereinen soll.</p>
<p><strong>Diverses </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p>Wir haben noch eine traurige und eine gute Nachricht zu verzeichnen. Der Unternehmer Hans Stern, Gründungsmitglied der <strong>CASA STEFAN ZWEIG</strong>, verstarb am 26. Oktober 2007 in Rio de Janeiro. Zeit seines Lebens hat sich Hans Stern immer aktiv für kulturelle Belange eingesetzt.</p>
<p>Die gute Nachricht geschah zwei Tage vor dem Tod von Stern. Am 24. Oktober 2007, erhielt der Präsident der CASA STEFAN ZWEIG, der Journalist Alberto Dines, den <strong>Austrian Holocaust Memorial Award</strong> für seine ins Deutsche übersetzte Biografie von Stefan Zweig<em> Tod im Paradies &#8211; Die Tragödie des Stefan Zweig</em>. Die 2006 vom <strong>Österreichischen Auslandsdienst</strong> ins Leben gerufene Auszeichnung, würdigt Personen, die sich besonders um die Erinnerung an die Shoa und anderer NS-Verbrechen verdient gemacht haben und symbolisiert die Unterstützung der Initiative <strong>CASA STEFAN ZWEIG</strong>.</p>
<p><strong>Erinnerungsstätte in Salzburg </strong></p>
<p>Wir können ebenfalls mit Zufriedenheit bekannt geben, dass die brasilianische Initiative in Österreich eine „Schwester&#8220; bekommen hat: die Universität Salzburg wird im November eine Gedenkstätte in Erinnerung an Stefan Zweig eröffnen, der in dieser Stadt 15 Jahre lang lebte. Die „Begegnungsstätte im Geist des jüdischen Dichters<em>&#8222;</em> wird ein Ort für Lesungen, Ausstellungen, Vorträge und Filme sein, die vom Institut der Germanistik organisiert werden.</p>
<p>Rio de Janeiro, der 1. Juni 2008</p>
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		<item>
		<title>Casa Stefan Zweig</title>
		<link>http://gedenkdienstinbrasilien.wordpress.com/2008/05/15/casa-stefan-zweig/</link>
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		<pubDate>Thu, 15 May 2008 03:03:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>joergtrettler</dc:creator>
				<category><![CDATA[Casa Stefan Zweig]]></category>

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		<description><![CDATA[Casa Stefan Zweig &#8211; Projekt und Umsetzung
Die  Geschichte der Gründungsinitiative des „Haus-Museums&#8220; Casa Stefan Zweig begann einige Tage nach jenem tragischen Ereignis im Feber 1942, als der Todespakt zwischen Stefan und Lotte Zweig in die Tat umgesetzt worden war, indem der Schriftsteller und Journalist Raul Azevedo über die Presse vorschlug, das Haus, in dem [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=gedenkdienstinbrasilien.wordpress.com&blog=2296979&post=17&subd=gedenkdienstinbrasilien&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><h4>Casa Stefan Zweig &#8211; Projekt und Umsetzung</h4>
<p>Die  Geschichte der Gründungsinitiative des „Haus-Museums&#8220; Casa Stefan Zweig begann einige Tage nach jenem tragischen Ereignis im Feber 1942, als der Todespakt zwischen Stefan und Lotte Zweig in die Tat umgesetzt worden war, indem der Schriftsteller und Journalist Raul Azevedo über die Presse vorschlug, das Haus, in dem der Schriftsteller in Petrópolis lebte und starb, in ein Museum zu verwandeln. Am ersten Jahrestag des Todes des Schriftstellers übermittelten seine Erben der brasilianischen Regierung ein Dankesschreiben für die letzten Ehrungen, die dem Autor von <em>Brasilien &#8211; Ein Land der Zukunft</em> zuteil wurden. Als Anerkennung dafür boten sie den Nachlass an, den Zweig in seinem Haus in Bath (England) hinterließ, um damit den Grundstock des Museums in Petrópolis zu bilden.</p>
<p><img class="aligncenter" src="http://jorgedasilva.files.wordpress.com/2008/05/p1000657.jpg" alt="Casa Stefan ZWeig" /></p>
<p><span id="more-17"></span></p>
<p>Nach dem Ende des II. Weltkrieges, verwandelten sich die Bücher von Zweig in Brasilien in einen Verkaufsschlager, dennoch geschah nichts. Das Haus wechselte verschiedene Eigentümer und wurde schließlich vom brasilianischen Denkmalschutzamt (IPHAN) Anfang der 80er Jahre aufgrund  seiner geschichtlichen Bedeutung unter Denkmalschutz gestellt. Das verhinderte jedoch auch nicht, dass in den Innenräumen und an der Fassade große Veränderungen vorgenommen wurden.</p>
<p><a href="http://gedenkdienstinbrasilien.files.wordpress.com/2008/05/p1000663.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-73" src="http://gedenkdienstinbrasilien.files.wordpress.com/2008/05/p1000663.jpg" alt="" width="450" height="299" /></a></p>
<p>Europäische und vor allem deutschsprachige Touristen, kamen bis ins Viertel Duas Pontes (heutiges Valparaíso), begutachteten die Bronzestatue, die fast immer vom Efeu bedeckt ist, und gingen in den Friedhof, wo das Ehepaar begraben ist und beendeten so das Treffen mit dem Schriftsteller, der ihre Eltern und Großeltern begeisterte und auch heute noch in allen europäischen Buchhandlungen und Bibliotheken aufliegt.</p>
<p><a href="http://gedenkdienstinbrasilien.files.wordpress.com/2008/05/p1000626.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-74" src="http://gedenkdienstinbrasilien.files.wordpress.com/2008/05/p1000626.jpg" alt="" width="450" height="299" /></a></p>
<p>Heute, mehr als ein halbes Jahrhundert später, beginnt die Idee der Gründung eines Haus-Museums endlich umgesetzt zu werden: das Haus, in dem Stefan Zweig die letzten acht Monate seines Lebens verbrachte, wo er vor dem Krieg in Europa und dem Nationalsozialismus Zuflucht suchte, wurde von der <em>Associação de Amigos da Casa Stefan Zweig</em> (Verein der Freunde der Casa der Stefan Zweig) gekauft. Das war der erste Schritt zur Konkretisierung des Projekts der offiziellen Gründung der Casa Stefan Zweig (CSZ), des Museums, das ihm Brasilien schuldete. Es müssen allerdings noch viele weitere Schritte folgen.</p>
<p>Die <em>Associação de Amigos da Casa Stefan Zweig</em>, eine private, nicht auf Gewinn gerichtete Institution, wurde im Mai 2006 durch die Versammlung einiger Personen, die beschlossen hatten, sich um die Verwirklichung dieses Projektes zu kümmern &#8211; angeführt von dem Journalisten und Stefan Zweig-Biografen Alberto Dines &#8211; gegründet.</p>
<p style="text-align:center;"><a href="http://gedenkdienstinbrasilien.files.wordpress.com/2008/05/p10003971.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-76" src="http://gedenkdienstinbrasilien.files.wordpress.com/2008/05/p10003971.jpg" alt="" width="450" height="253" /></a>(von li. nach re.: (stehend) Alberto Dines, Miguel Pinto Guimarães, Beatriz Lessa, Israel Beloch, Kristina Michahelles, (sitzend) Noemi Varsano, Melissa Paro</p>
<p>Auf diese Weise wird sich der Kriegs-Exilierte, der in die Straße geflüchtet ist, die an den Autor des <em>Canção do Exílio</em> (Lied des Exils) erinnert, die Rua Gonçalves Dias, schließlich ganz in die Umgebung, die Gemeinde und kulturelle Realität von Petrópolis und Brasilien einfügen. Und er wird die Erinnerung von anderen und unzähligen Flüchtlingen, die nicht so bekannt waren wie er, mit sich bringen. Außer Stefan Zweig werden auch andere Exilierte, die Brasilien als Exilland wählten, vorgestellt werden. Die Forschung im Nationalarchiv mit dem Ziel, einen Bestand verfügbarer Daten in der CSZ zu schaffen, wurde bereits begonnen.</p>
<h4>Kleine Geschichter der Casa Stefan Zweig</h4>
<p>Die Zeremonie, die den Beginn der <em>Associação de Amigos da Casa Stefan Zweig</em> darstellt, fand im Mai 2006 im Österreichischen Generalkonsulat von Rio de Janeiro mit Unterstützung des Generalkonsuls Reinhold Steinberger statt. Durch den deutschen Generalkonsul, Stephan Krier, kam die Gründungsgruppe der CSZ zum Bürgermeister von Petrópolis, Rubens Bomtempo, und durch ihn konnte das Projekt die offizielle Unterstützung dieser Stadt gewinnen. Im Oktober 2006 wurde zwischen der CSZ und dem Gemeinderat von Petrópolis ein Abkommen unterzeichnet, das zwar im Feber 2007 auslief aber momentan wieder erneuert wird.</p>
<p>Die Anstrengungen konzentrieren sich im Moment auf die Wiederinstandsetzung des Gebäudes und die Umwandlung in ein „Haus-Museum&#8220; als einen Ort des Erinnerns, der Geschichte und des Schaffens von Stefan Zweig. Das ursprüngliche architektonische Projekt wurde vom Architektenbüro Miguel <em>Pinto Guimarães Arquitetos Associados</em> entworfen und sieht eine Anpassung der existierenden Konstruktion für den Betrieb des „Haus-Museums&#8220; vor. Außerdem werden zwei Gebäudeteile  an die Originalkonstruktion angebaut werden und einen Medienraum, einen digitalen/elektronischen Forschungsraum, eine Bibliothek, einen Lesesaal/Multifunktionsraum und Besucher- und Verwaltungsräume sowie eine Terrasse beherbergen. Das architektonische Projekt wurde im Juni 2007 beim <em>Instituto do Patrimônio Histórico e Artístico Nacional</em> (IPHAN)  (Denkmalschutzamt) eingereicht, das das zuständige Organ für die Bewilligung jedwedes Projektes ist, das an einem Gut, das unter Denkmalschutz gestellt wurde, verwirklicht wird. Das IPHAN stellte einige Auflagen, die vom Architektenbüro erfüllt wurden. Sobald das Projekt von IPHAN, INEPAC und dem Gemeinderat von Petrópolis angenommen worden ist, werden wir um die Anerkennung nach der Lei Rouanet ansuchen.</p>
<p>Parallel dazu wurde im März 2007 die Homepage <a href="http://www.casastefanzweig.org/">Casa Stefan Zweig </a>eröffnet und damit die Existenz im Internet sogar vor der Eröffnung des „Haus-Museum&#8220; gesichert. Auf der Homepage der CSZ gibt noch mehr Informationen, die diesen Bericht vervollständigen. Die Direktion der CSZ beabsichtigt auch, persönliche Objekte, die sich in den Händen von Sammlern, Familienangehörigen und Bewunderern befinden, zusammenzutragen, damit die Casa Stefan Zweig nicht nur den Namen, sondern auch den Touch, die Magie und Geschichte des Schriftstellers vermittelt.</p>
<h4>Ziele des Casa Stefan Zweig</h4>
<p>Das Projekt hat das Ziel, ein &#8222;Haus-Museum&#8220; an dem Ort, der dem Schriftsteller und seiner Frau als letzter Wohnsitz diente, zu errichten, in dem ein kleines Museum mit persönlichen Objekten mit Bezug zu seinem Werk, seinen Ansichten und seiner Zeit, eine Fotothek, eine Videothek und eine Bibliothek eingerichtet sind. Das Hauptziel des Projektes ist es, die Erinnerung an den Schriftsteller und Humanisten Stefan Zweig durch ein Archiv und durch kulturelle, editorielle und künstlerische Aktivitäten wie Ausstellungen, Aufführungen, Wettbewerbe, Veranstaltungen und Theater- Kino- und Medienproduktionen, die von der CSZ betrieben werden, zu würdigen. Das Projekt soll auch die Funktion einer Exil-Gedenkstätte haben, mit dem Ziel, die Werke von Künstlern, Intellektuellen und Wissenschaftlern, die während des 2. Weltkrieges nach Brasilien geflüchtet sind und die zur Entwicklung der brasilianischen Kultur beigetragen haben, bekannt zu machen und Kontakte, Verbindungen und Partnerschaften mit ähnlichen Institutionen aufzunehemen sowie Forschern und dem interessierten Publikum Online-Zugang zum digitalisierten Dokumentenbestand anzubieten. Dadurch und durch Stipendien und von der CSZ organisierten Wettbewerben soll die akademische Forschung über das Werk von Stefan Zweig und über das Thema des Exils im Allgemeinen angeregt werden.</p>
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	</item>
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		<title>Deutsch-Brasilianische Stefan Zweig-Schulpartnerschaft</title>
		<link>http://gedenkdienstinbrasilien.wordpress.com/2008/05/14/deutsch-brasilianische-stefan-zweig-schulpartnerschaft/</link>
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		<pubDate>Wed, 14 May 2008 19:07:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>joergtrettler</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 16. Mai besuchte ein Koordinationsteam der Casa Stefan Zweig die Escola Municipal Stefan Zweig in Petrópolis und wurde von der Direktorin, Eliane Sandra de Souza Martins Fontes, freundlich empfangen.


Bei diesem Besuch wurde folgendes vereinbart:
Die CASA STEFAN ZWEIG wird die Zusammenarbeit mit der Schule ausbauen und zwei Projekte im nächsten Semester initiieren. Das erste wird [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=gedenkdienstinbrasilien.wordpress.com&blog=2296979&post=77&subd=gedenkdienstinbrasilien&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Am 16. Mai besuchte ein Koordinationsteam der Casa Stefan Zweig die Escola Municipal Stefan Zweig in Petrópolis und wurde von der Direktorin, Eliane Sandra de Souza Martins Fontes, freundlich empfangen.</p>
<p><img class="aligncenter" src="http://jorgedasilva.files.wordpress.com/2008/05/p1000650.jpg" alt="" /></p>
<p><span id="more-77"></span></p>
<p>Bei diesem Besuch wurde folgendes vereinbart:</p>
<p>Die CASA STEFAN ZWEIG wird die Zusammenarbeit mit der Schule ausbauen und zwei Projekte im nächsten Semester initiieren. Das erste wird von den Literatur-Studenten der Universität Estácio de Sá, koordiniert von Professor Johannes Kretschmer, umgesetzt und ist eine Serie von Lesekreisen mit Texten von und über Stefan Zweig. Zielgruppe sind die Schüler der sechsten Klasse.</p>
<p><img class="aligncenter" src="http://jorgedasilva.files.wordpress.com/2008/05/p1000646.jpg" alt="" /></p>
<p>Das zweite ist eine kleine Vorstellungsarbeit (Bilder, Fotos, Videos, &#8230;), die der gleichnamigen Partnerschule in Deutschland, die <a href="http://www.rs-endingen.em.schule-bw.de/">Stefan-Zweig-Realschule Endingen</a>, übermittelt wird. Die Studenten der Kommunikationswissenschaften werden die Schüler dabei unterstützen und bei der Produktion und Fertigstellung mithelfen. Auf diese Weise können sich die Schüler den „Kollegen&#8220; in Deutschland vorstellen, indem sie über ihre soziale und kulturelle Realität und ein wenig von Brasilien erzählen und damit eine langfristige Partnerschaft zwischen den zwei Schulen initiieren.</p>
<p><a href="http://gedenkdienstinbrasilien.files.wordpress.com/2008/05/p1000652.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-78" src="http://gedenkdienstinbrasilien.files.wordpress.com/2008/05/p1000652.jpg" alt="" width="450" height="299" /></a></p>
<p>Es herrscht die Überzeugung, dass dies der Beginn einer dauerhaften und fruchttragenden Partnerschaft war. Es gibt vielfältige Möglichkeiten, die Studenten in lokale Projekte, die der Bevölkerung von Petrópolis zugute kommen und die einen bestimmten kulturellen Bezug (in diesem Fall Stefan Zweig und sein Werk) haben, zu involvieren und den Austausch mit Schülern und Studenten anderer Länder (Österreich und Deutschland) zu fördern.</p>
<p><a href="http://gedenkdienstinbrasilien.files.wordpress.com/2008/05/p1000633.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-79" src="http://gedenkdienstinbrasilien.files.wordpress.com/2008/05/p1000633.jpg" alt="" width="450" height="299" /></a></p>
<img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/categories/gedenkdienstinbrasilien.wordpress.com/77/" /> <img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/tags/gedenkdienstinbrasilien.wordpress.com/77/" /> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/gedenkdienstinbrasilien.wordpress.com/77/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/gedenkdienstinbrasilien.wordpress.com/77/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/gedenkdienstinbrasilien.wordpress.com/77/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/gedenkdienstinbrasilien.wordpress.com/77/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/gedenkdienstinbrasilien.wordpress.com/77/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/gedenkdienstinbrasilien.wordpress.com/77/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/gedenkdienstinbrasilien.wordpress.com/77/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/gedenkdienstinbrasilien.wordpress.com/77/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/gedenkdienstinbrasilien.wordpress.com/77/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/gedenkdienstinbrasilien.wordpress.com/77/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=gedenkdienstinbrasilien.wordpress.com&blog=2296979&post=77&subd=gedenkdienstinbrasilien&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Thomas Milz über Casa Stefan Zweig</title>
		<link>http://gedenkdienstinbrasilien.wordpress.com/2008/04/27/thomas-milz-uber-casa-stefan-zweig/</link>
		<comments>http://gedenkdienstinbrasilien.wordpress.com/2008/04/27/thomas-milz-uber-casa-stefan-zweig/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 27 Apr 2008 17:51:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>joergtrettler</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Artikel von Thomas Milz  über die Casas Stefan Zweig mit einem Interview mit Alberto Dines auf www.caiman.de, dem  	kultur- und reisemagazin für lateinamerika, spanien, portugal:
Verloren im Paradies Stefan Zweig in Petrópolis
Stefan Zweig in Brasilien &#8211; Interview mit Alberto Dines
       <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=gedenkdienstinbrasilien.wordpress.com&blog=2296979&post=22&subd=gedenkdienstinbrasilien&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Ein Artikel von Thomas Milz  über die Casas Stefan Zweig mit einem Interview mit Alberto Dines auf <a href="http://www.caiman.de">www.caiman.de</a>, dem  	kultur- und reisemagazin für lateinamerika, spanien, portugal:</p>
<p><a title="Artikel von Thomas Milz" href="http://www.caiman.de/04_08/art_1/index.shtml" target="_blank"><strong>Verloren im Paradies </strong>Stefan Zweig in Petrópolis</a></p>
<p><a href="http://www.caiman.de/05_08/art_1/index.shtml"><strong>Stefan Zweig in Brasilien &#8211; Interview mit Alberto Dines</strong></a></p>
<img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/categories/gedenkdienstinbrasilien.wordpress.com/22/" /> <img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/tags/gedenkdienstinbrasilien.wordpress.com/22/" /> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/gedenkdienstinbrasilien.wordpress.com/22/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/gedenkdienstinbrasilien.wordpress.com/22/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/gedenkdienstinbrasilien.wordpress.com/22/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/gedenkdienstinbrasilien.wordpress.com/22/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/gedenkdienstinbrasilien.wordpress.com/22/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/gedenkdienstinbrasilien.wordpress.com/22/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/gedenkdienstinbrasilien.wordpress.com/22/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/gedenkdienstinbrasilien.wordpress.com/22/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/gedenkdienstinbrasilien.wordpress.com/22/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/gedenkdienstinbrasilien.wordpress.com/22/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=gedenkdienstinbrasilien.wordpress.com&blog=2296979&post=22&subd=gedenkdienstinbrasilien&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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		</media:content>
	</item>
		<item>
		<title>Alberto Dines</title>
		<link>http://gedenkdienstinbrasilien.wordpress.com/2007/12/19/alberto-dines/</link>
		<comments>http://gedenkdienstinbrasilien.wordpress.com/2007/12/19/alberto-dines/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 19 Dec 2007 08:46:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>joergtrettler</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://gedenkdienstinbrasilien.wordpress.com/2007/12/19/alberto-dines/</guid>
		<description><![CDATA[
Alberto Dines, geboren am 19. Februar 1932 in Rio de Janeiro ist ein brasilianischer Journalist und Autor. In seiner über 50 jährigen Berufslaufbahn schrieb er mehrere Bücher, gründete verschiedene Zeitschriften in Brasilien und Portugal, arbeitet bei Radio und Fernsehen und wirkte als kritischer Beobachter der Medien und ihrer Repräsentanten. 
Er begann 1952 als Journalist zu [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=gedenkdienstinbrasilien.wordpress.com&blog=2296979&post=15&subd=gedenkdienstinbrasilien&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p align="justify"><a href="http://gedenkdienstinbrasilien.files.wordpress.com/2008/04/p10003991.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-18" src="http://gedenkdienstinbrasilien.files.wordpress.com/2008/04/p10003991.jpg?w=199&#038;h=300" alt="Alberto Dines" width="199" height="300" /></a></p>
<p align="justify"><span style="font-family:Arial;">Alberto Dines, geboren am 19. Februar 1932 in Rio de Janeiro ist ein brasilianischer Journalist und Autor. </span><span style="font-family:Arial;">In seiner über 50 jährigen Berufslaufbahn schrieb er mehrere Bücher, gründete verschiedene Zeitschriften in Brasilien und Portugal, arbeitet bei Radio und Fernsehen und wirkte als kritischer Beobachter der Medien und ihrer Repräsentanten. </span></p>
<p align="justify"><span style="font-family:Arial;">Er begann 1952 als Journalist zu arbeiten, seit 1963 unterrichtet er Journalismus an der PUC in Rio de Janeiro und 1974 war er Gastprofessor an der Journalismus-Schule der University of Columbia, New York City. Er war 12 Jahre lang Chefredakteur des Journal do Brasil und Direktor der Niederlassung der Folha de São Paulo in Rio de Janeiro und gründete die Gruppe Abril in Portugal, mit der er die Zeitschrift Exame herausbrachte. Zurzeit ist er Senior-Forscher am Laboratório de Estudos Avançados em Jornalismo an der Unicamp, dessen Co-Gründer er ist und leitet das Magazin Observatório da Imprensa sowohl in seiner Online &#8211; Version als auch im Fernsehen. </span></p>
<p align="justify"><span style="font-family:Arial;">Dines engagiert sich als Präsident der Gesellschaft Casa Stefan Zweig auch für die Eröffnung eines Stefan Zweig &#8211; Museums in Petrópolis. Er ist eine ausgewiesener Stefan – Zweig Forscher und hat in der Biografie Tod im Paradies – Die Tragödie des Stefan Zweig die Zeit, die Zweig bis zu seinem Selbstmord in Brasilien verbrachte, beschrieben.</span></p>
<p align="justify"><span style="font-family:Arial;"><span id="more-15"></span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:150%;margin:0;"><span style="font-family:Arial;"><span style="font-family:Arial;"><strong>Kindheit und Jugend</strong></span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:150%;margin:0;">
<p class="MsoNormal" style="line-height:150%;margin:0;"><span style="font-family:Arial;">Alberto Dines ist am 19. Februar 1932 im Bezirk Catete in Rio de Janeiro (Brasilien) geboren, in dem seine Eltern in einer Pension wohnten. Er wuchs in der Vila Isabel in der Nähe des Maracanã auf, wechselte später aber öfters den Wohnsitz. Er wohnte in der Rua Pontes Correira, in der Rua Araújo Lima und zuletzt in der Zona Sul. Durch die häufigen Wohnsitzwechsel lernte er verschiedene Teile Rio de Janeiros kennen und diese Stadt blieb immer ein wichtiger Bezugspunkt in seinem Leben, auch wenn er sich in den letzten Jahren in Lissabon und São Paulo niedergelassen hat.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:150%;margin:0;">
<p><span style="font-family:Arial;"><span style="font-family:Arial;">Alberto Dines besuchte in Vila Isabel die israelitische Schule „Escola Popular Israelita Brasileira Scholem Aleichem“, die einer jüdischen Gemeinde gehörte, die der „Obreira Internacionalista“ nahe stand. In dieser Schule, in der mit modernen padagogischen Methoden (Pestallozzi) unterrichtet wurde, lernte er Jiddisch, was ihm eine gute Basis verschaffte, um auch Deutsch zu lesen und zu verstehen. </span><span style="font-family:Arial;">1940 besuchte der Schriftsteller Stefan Zweig, der nach Brasilien kam um sich dort niederzulassen, diese Schule und es kam zu einer Dines für sein weiteres Leben prägenden Begegnung. Die dabei entstehende Verbindung zwischen Dines und Zweig führte 1981 zur Veröffentlichung einer Biografie über Stefan Zweig, „Tod im Paradies – Die Tragödie des Stefan Zweig“.</span></span></p>
<p><span style="font-family:Arial;"><span style="font-family:Arial;"><span style="font-family:Arial;">Dines besuchte danach das jüdische Gymnasium „Ginásio Hebreu Brasileiro“ in Tijuca, da keine sozialistische sonder eine kommunistische Linie vertrat. Es wurde Hebräisch und die jüdische Kultur unterrichtet. An dieser Schule machte er während des 2. Weltkrieges seine ersten journalistischen Erfahrungen als Mitherausgeber einer kleinen Zeitung, die das Sprachrohr eines Selbstversorgungsprojekts war, das von der Schule wegen der Lebensmittelknappheit, unter der Brasilien aufgrund von Schiffsblockaden litt, gegründet wurde.</span><span style="font-family:Arial;"> Dann kam die Zeit des Científico &#8211; Studiums am Colégio Andrews in Botafogo, die geprägt war von den Stunden des Lesens und Diskutierens, die er mit anderen Studenten in der Nationalbibliothek von Rio de Janeiro verbrachte.</span><span style="font-family:Arial;"> Dines unterbrach das Studium, da er sich im zweiten Jahr der sozialistischen Bewegung anschloss, die wieder jüdisch und antibürgerlich war, und die Meinung bis in letzter Konsequenz vertrat, dass es notwendig wäre, alle Verbindungen mit der Bourgeoisie und somit auch der Universität <span> </span>zu lösen.</span></span></span></p>
<p><span style="font-family:Arial;"></span><span style="font-family:Arial;"></span><span style="font-family:Arial;"></span><span style="font-family:Arial;"></span><span style="font-family:Arial;"></span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:150%;margin:0;"><strong><span style="font-family:Arial;">Berufslaufbahn</span></strong></p>
<p><span style="font-family:Arial;">Nachdem Dines beschlossen hatte, sich der in seinem Leben der Kultur widmen zu wollen, wählte als das Kino aus und begann zusammen mit einem Kollegen vom Colégio Andrews Film zu studieren. Da es zu jener Zeit in Brasilien noch keine Filmhochschule gab, begannen sie sich anhand von Büchern autodidaktisch in das Thema einzulesen und zu vertiefen. Die Nationalbibliothek wurde dabei wie ein zweites Zuhause für die beiden Autodidakten. Nach einiger Zeit begannen sie als Dokumentarfilmer bei Isaac Rosenberg zu arbeiten, bei dem sie einige Lehrjahre absolvierten. Obwohl sich Dines durchaus vorstellen konnte, Filmemacher zu werden, kam es anders. Er bekam eine Einladung für eine Film – Zeitschrift zu schreiben und nahm das Angebot an. Um 1950, in den „goldenen Jahren“ des Weltkinos (Elia Kazan, Dimitri Tiomkin, usw.) genoss Dines das Privileg, diese großen Filme sehen und danach schreiben zu dürfen, was er davon hielt. In Folge begann er im „Filmgeschäft“ zu arbeiten wie in der Organisation des 1° Congresso do Cinema Brasileiro und im Cineclube do Brasil. Er bewarb sich für ein Stipendium der französischen Botschaft für einen Kurs im IDEC (Institut d´Etudes Cinématographiques), konnte aber nicht ein dafür erforderliches Empfehlungsschreiben vorweisen, weshalb er abgewiesen wurde.</span></p>
<p><span style="font-family:Arial;"><span style="font-family:Arial;">1952, in der Zeit der großen Reformen auf dem Gebiet der Presse in Brasilien, wurde kein Filmkritiker gebraucht, sondern eine Kultur – Reporter und als solcher wurde er dann von der nordamerikanischen Visão angestellt. In den kommenden 5 Jahren machte er wichtige professionelle Erfahrungen, kam in Kontakt mit dem brasilianischen Außenministerium (Itamarati) und begann durch Brasilien zu reisen. Als die Amerikaner feststellten, dass das industrielle Zentrum von Brasilien im Begriff ist, sich nach São Paulo zu verlagern, siedelte sich auch die Zeitung dort an und Dines kam mit. Insgesamt blieb er 5 Jahre bei der Visão. Danach bekam er ein Angebot als Reporter für die Manchete zu arbeiten, das er annahm.</span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:150%;margin:0;"><span style="font-family:Arial;"><strong>Diktatur</strong></span></p>
<p><span style="font-family:Arial;">Mit dem so genannten Militär – Putsch 1964 in Brasilien änderte sich zunächst wenig für Dines als Chefredakteur des Jornal do Brasil. Erst 1968, als das Dekret AI-5 (Ato Institucional Número Cinco) vom Militär – Regime unter Artur da Costa e Silva erlassen wurde, kam es zu Zensur. Als die Militärs im Redaktionsgebäude des Jornal do Brasil erschienen und Streichungen in der aktuellen Ausgabe vornahmen, reagierte Dines darauf, dass es die Stereichungen rückgängig machen ließ und darüber hinaus die Leser auf der Titelseite auf die nun bevorstehende Zensur hinwies und warnte, dass sich die Dinge nun ändern würden. Diesen Fehler machten die Militärs nicht noch einmal und ergriffen am nächsten Tag, an dem Dines schon im Gefängnis saß, effizientere Maßnahmen.</span><span style="font-family:Arial;"> Als 1973 ein Bericht über den Militär – Putsch in Chile und den Tod von Salvador Allende erscheinen sollte, gab es eine Anweisung der Polizei, diesen Bericht nicht zu drucken. Dines ließ ihn in Großbuchstaben drucken, was eine große Wirkung hatte. Drei Monate später wurde er vom Jornal do Brasil entlassen.</span><span style="font-family:Arial;"> Mit seiner Entlassung schlossen sich viele Türen und Dines befand sich in einem „beruflichen Exil“. Daher nahm er die Einladung einer Gastprofessur an der Journalismus – Schule der University of Columbia, New York City, die er 1974 bekam, gerne an. Nach diesem Auslandsaufenthalt wurde er Chef der Niederlassung der Folha de São Paulo in Rio de Janeiro.</span></p>
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